Bundesliga

96 darf noch immer auf die Relegation hoffen

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96-Stürmer Jonathas (Nummer 9) wird gegen Freiburg fehlen – wegen der Gelb-Rot-Sperre aus dem Spiel in München.

Hannover – Und auch zwei Spieltage vor Saisonschluss lebt die Hoffnung bei Hannover 96 auf die Relegation der Fußball-Bundesliga. Dazu sind jedoch zwei Siege nötig – am Sonnabend um 15.30 Uhr gegen den SC Freiburg in der HDI-Arena und eine Woche später bei Fortuna Düsseldorf...

...bei zeitgleichen Niederlagen des VfB Stuttgart und einer Niederlage des 1. FC Nürnberg.

Ärgerlich empfindet 96-Trainer Thomas Doll, dass einige, unter anderem Medien, aber auch 96-Boss Martin Kind, die Mannschaft schon seit Wochen abgeschrieben haben. „Wenn man Woche für Woche hört, dass man hier nicht mehr gewollt ist oder den Verein verlassen soll, dann kommt bei Fußballern, die einen guten Charakter haben, eine Trotzreaktion. Das sehe ich bei den Jungs so. Sie wollen es denen zeigen, die die ganze Zeit negativ berichten und negativ gesprochen haben“, geht Doll nicht davon aus, dass sich nur ein Spieler seines Teams hängen lässt. Und daher sagt auch er trotzig: „Wir haben die Möglichkeit, das Unmögliche zu schaffen. Die Hoffnung ist immer noch da und sie ist auch groß“, so Doll. Nicht unmöglich scheint, dass gegen den SC Freiburg Ihlas Bebou und auch Torjäger Niclas Füllkrug zumindest im Kader stehen. Allerdings steht bei Füllkrug seit Wochen fest, dass er in der nächsten Saison für Bremen spielen wird. „Fülle ist ein Kopfballmonster und jemand, der das Team gut pushen kann“, sagt Doll, auch wenn er den Stürmer wohl, wenn überhaupt, für ein paar Minuten in der Schlussphase je nach Spielstand bringen würde. Fehlen wird Innenverteidiger Felipe, der sich beim 1:3 bei den Bayern einen Mittelfußbruch zugezogen hat. Stürmer Jonathas wird ebenfalls aufgrund einer Gelb-Rotsperre fehlen. Keine guten Aussichten mit Blick auf das Spiel gegen den SC Freiburg, der aller Abstiegssorgen entledigt frei aufspielen kann. Egal, wie diese ohnehin schon katastrophale Fußball-Saison ausgehen wird für die Roten aus Hannover, es wird einen kräftigen Umbruch auf allen Ebenen geben. Zwar hat Doll einen Vertrag bis 2020, der auch für die zweite Liga gilt. Dennoch hat er sich in 13 Spielen bei zehn Niederlagen, nur zwei Siegen und einem Remis nicht gerade aufgedrängt. Darüber hinaus ist noch kein Nachfolger für Manager Horst Heldt, dessen Aufgaben derzeit Jan Schlaudraff übernommen hat, gefunden worden.

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