Hannover startet am Sonntag nach Belek in die Türkei

Vier Tests für 96 im Trainingslager

„Die Roten“ bereiten sich auf den Start der Bundesliga-Rückrunde vor. Foto: Kaletta

HANNOVER Am Sonntag startet Hannover 96 ins Winter-Trainingslager nach Belek. In der Türkei sollen bis zum 20. Januar die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rückrunde in der Fußball-Bundesliga geschaffen werden, die am 31. Januar mit dem Auswärtsspiel bei Schalke 04 beginnt.

Im Trainingslager werden die „Roten“ vier Testspiele bestreiten: Am Mittwoch (14. Januar) gegen Basaksehir Istanbul, am 17. Januar (Samstag) gegen Young Boys Bern (Schweiz), am 19. Januar (Montag) gegen den tschechischen Champions League-Starter Viktoria Pilsen und am 20. Januar gegen den FC Aarau (Schweiz). Nicht mit im Trainingslager sind der Japaner Hiroshi Kiyotake, der beim Asien-Cup dabei ist, und Salif Sané, der für Senegal beim Afrika-Cup spielt. Einen weiteren Test gibt es unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Bundesliga-Kontrahent Werder Bremen am 24. Januar.

Nach wie vor aktuell ist bei 96 die Suche nach einem rechten Verteidiger und einem „Sechser“. Für Abwehrmann Hiroko Sakai, der hinten rechts starken Schwankungen unterworfen war, deutet sich damit ein Abschied nach der laufenden Serie an. Im Januar wird der Japaner erstmals Vater. Als Nachfolger für Sakai wird aktuell Patrick Ochs vom VfL Wolfsburg gehandelt. Einmal mehr ist ein Wechsel aber auch eine Frage des Geldes.

Verschlankt hat 96 inzwischen den Kader. Stefan Thesker (Fürth), Vladimir Rankovic (Aue), Florian Ballas (FSV Frankfurt) und Franca (zurück nach Brasilien) sind nicht mehr dabei. Auch der Schweizer Adrian Nikci soll den Klub verlassen. Die Kaderverkleinerung war aber offenbar nicht billig, denn Hannover 96 muss sich angeblich an den Gehältern der abgegebenen Spieler zumindest beteiligen.

Bei eventuellen Verstärkungen steht für 96 jetzt Klasse statt Masse im Vordergrund. Dass dies im Januar sehr schwierig ist, liegt für die 96-Verantwortlichen auf der Hand. Was sich auch an der Absage von Münchens Pierre-Emile Hojbjerg (nach Augsburg) gezeigt hat.

Wieder ans Team herankommen wollen mehrere angeschlagene Akteure. Andre Hoffmann ist nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining, weitaus unsicherer ist die Lage bei Artur Sobiech (Fußverletzung) und Leon Andreasen, der seit drei Monaten wegen eines Sehnenabrisses im Oberschenkel fehlt. Alle drei fliegen aber nicht mit ins Trainingslager, sondern werden weiter in Hannover betreut. Möglicherweise wird es auch für Jan Schlaudraff (31) das letzte Trainingslager mit 96 sein. Der ehemalige „Kreativ-Direktor“ findet bei Trainer Tayfun Korkut keine Berücksichtigung mehr, stand in den letzten sechs Spielen der Vorrunde gar nicht mehr im Kader. Bei ihm steht sogar ein Wechsel noch in diesem Winter in Aussicht – und ein eventuelles Karriere-Ende im Sommer. haz/gsd

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