Bundesliga

Magerer Auftakt für Hannover 96

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Hendrik Weydandt erzielt den ersten Heimspieltreffer für 96 in der 2. Liga, doch am Ende reicht es nur zum 1:1 gegen Jahn Regensburg.

Hannover - Das war zu wenig: Im ersten Heimspiel der zweiten Fußball-Bundesliga kam Erstliga-Absteiger Hannover 96 nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den SSV Jahn Regensburg hinaus.

„Das Ergebnis ist total schade, weil ich der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen kann. Sie hat vieles umgesetzt, was wir nach dem Spiel in Stuttgart verändern wollten“, so die Analyse von 96-Coach Mirko Slomka. In der Tat dominierten die Gastgeber die Partie vor 28 500 Zuschauern über weite Strecken. „Die Dominanz müssen wir auch ummünzen in Torraumszenen und Tore“, meinte Slomka. Chancen für den ersten Sieg waren für die Niedersachsen durchaus vorhanden. So vergab Neuzugang Marvin Duksch die größte Möglichkeit in der 59. Minute, als er völlig freistehend das gegnerische Tor knapp verfehlte. Doch hätten die Gäste aus Regensburg in der 41. Minute in Führung gehen können, als Felipe seinen Gegenspieler Benedikt Saller nach Videobeweis auf den Fuß traf, der fällige Elfmeter, geschossen von Marco Grüttner, aber von 96-Keeper Ron-Robert Zieler pariert werden konnte. Slomka hatte offensiv aufgestellt, ließ ein 3-4-3 spielen. „Ich habe bewusst zwei Stürmer gebracht, um Regensburg unter Druck zu setzen, was uns in der zweiten Halbzeit auch weitestgehend gelungen ist“, meinte Hannovers Trainer. So war das 1:0 der 96er in der 66. Minute überfällig, als Hendrik Weydandt per Kopf nach mustergültiger Rechtsflanke von Duksch Regensburgs Torwart Alexander Meyer keine Abwehrchance ließ. Überaus ärgerlich das 1:1 (79.) gegen ansonsten destruktive Gäste, als Zieler einen Ball abprallen ließ und der eingewechselte Andreas Albers nur abstauben musste. „Nach den beiden ersten Spielen ist ein Punkt natürlich zu wenig“ meinte Zieler, räumte aber ein, dass „es gar nicht so schlecht aussieht, was wir spielen. Der letzte Punch fehlt uns aber eben noch“. „90 Minuten lang waren wir die bessere Mannschaft. Da hat man gesehen, wie stark wir sind. Wir hätten natürlich das 2:0 machen müssen“, sah 96-Kapitän Marvin Bakalorz das Manko der schwachen Chancenverwertung als einen wichtigen Grund des verpassten Sieges. „Dennoch kann man viel Positives mitnehmen“, ergänzte Bakalorz, der mit Edgar Prib die Fäden der 96er im Mittelfeld zusammen mit Florent Muslija zog. Am Ende hatten die 96er indes gar noch Glück, als das Leder bei Felipes als Rettungsaktion gedachte Bogenlampe in der Schlussphase vom Innenpfosten in die Arme von Zieler prallte. Am kommenden Montag, 12. August, steht das DFB-Pokalspiel beim Karlsruher SC auf dem Plan (18.30 Uhr). Die Gastgeber sind viel besser aus den Startlöchern gekommen, haben sechs Punkte aus zwei Partien geholt. 

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