Hannover ist nach Trainingslager gut gerüstet für die Rückrunde / Heute ohne Fans im Test gegen Bremen

Tayfun Korkut sieht 96 auf gutem Weg

Kapitän Lars Stindl sorgte zuletzt für Wechselgerüchte, ob er in Hannover bleibt, ist noch offen. Fotos: Kaletta

HANNOVER Gut eine Woche vor dem Rückrunden-Start in der Fußball-Bundesliga beim FC Schalke 04 bestreitet Hannover 96 heute um 15.30 Uhr seinen letzten Test. In der HDI-Arena ist Nord-Konkurrent Werder Bremen zu Gast – gespielt wird allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Zuschauer sind aus Organisations- und Sicherheitsgründen nicht zugelassen.

Zu erwarten ist, dass 96-Coach Tayfun Korkut überwiegend die Elf spielen lässt, die auch „auf Schalke“ anfangen soll. Die Mannschaft, die sich während des zehntägigen Trainingslagers in Belek (Türkei) herauskristallisiert hat: Weiter mit Zieler im Tor, der Viererkette mit Sakai, Marcelo, Schulz und Albornoz, den „Sechsern“ Gülselam und Schmiedebach, davor mit den Mittelfeldspielern Briand, Stindl und Bittencourt sowie der spanischen Spitze Joselu.

Eine personelle Wachablösung steht derzeit also nicht zur Diskussion. Trotz eines großen Konkurrenzkampfes scheinen die Stammplätze bei den „Roten“ vergeben zu sein. Insgesamt sieht Trainer Korkut seine Mannschaft vor dem Rückrundenstart auf einem guten Weg. Allerdings werden ihm beim Spiel in Gelsenkirchen Salif Sané und Hiroshi Kiyotake fehlen, die mit ihren Nationalteams noch beim Afrika- bzw. Asien-Cup dabei sind.

Das Trainingslager hatte 96 mit nur einem Gegentor in vier Spielen abgeschlossen. Gegen Aarau (Schweiz) hatte eine B-Elf 3:1 gewonnen, Kenan Karaman (2) und Jan Schlaudraff, dem 96 bei einem eventuellen Wechsel keine Steine in den Weg legt, sorgten für die drei Treffer. Zuvor hatte es 1:0-Erfolge gegen Pilsen (Tschechien) und Bern (Schweiz) gegeben. „Die Mannschaft hat sehr konzentriert gearbeitet“, war das Fazit von Korkut in Belek. Gekrankt hat es weiterhin an der Torausbeute, der einzige „Verlierer“ war Edgar Prib, der sich verletzte. Vielversprechend waren dagegen die spielstarke Offensive und die sichere Abwehr.

Eine erfreuliche Nachricht gab es für 96 nach der Rückkehr: Auch Artur Sobiech ist nach dem Syndesmoseband-Anriss im linken Bein gegen Wolfsburg (6. Dezember) wieder ins Training eingestiegen. Da 96 mit Joselu im Angriff „überschaubar“ besetzt ist, stellt Sobiech eine wichtige Alternative dar. Möglicherweise kommt der Pole (24), der seit Sommer 2011 in Hannover ist, aber immer wieder verletzt war, schon heute im Test gegen Bremen zum Einsatz.

Nach wie vor sucht 96 auf zwei Positionen Verstärkungen: Hinten rechts und im defensiven Mittelfeld. Statt Masse soll aber nur noch Klasse verpflichtet werden, weshalb sich die Suche schwierig gestaltet. Ein Kandidat ist angeblich Petar Stojanovic, der mit NK Maribor in der Champions League gegen Schalke und Chelsea spielte. Da die Ablösesumme für den erst 19-Jährigen aber 3,5 Millionen Euro beträgt und sein Vertrag bei den Slowenen bis 2017 datiert ist, erscheint ein Transfer eher unrealistisch. haz/gsd

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