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„Tag, wo alles unglücklich läuft“

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96-Stürmer Artur Sobiech kann gleich zweimal jubeln.
96-Stürmer Artur Sobiech kann gleich zweimal jubeln.

HANNOVER Er konnte einem schon leid tun! Erst zwei Stunden vor dem Spiel in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund erfuhr der Brasilianer Felipe, dass er für Christian Schulz, der mit Rückenproblemen ausfiel, in die Innenverteidigung von Hannover 96 rückt. Bei der unglücklichen 2:4 (1:2)-Niederlage war Felipe an drei Gegentreffern direkt beteiligt.

„Es gibt solche Tage, wo alles unglücklich läuft. Wir werden ihm jetzt keinerlei Vorwürfe machen“, meinte der verhinderte 96-Kapitän Schulz. Torwart Ron-Robert Zieler sprang dem Unglücksraben ebenfalls zur Seite: „Wir werden ihm jetzt nicht den Kopf abreißen.“ Und Hannovers Trainer Michael Frontzeck stellte sich ebenfalls vor seinen Verteidiger: „Ich war lange genug selbst Spieler und weiß, dass solche Tage möglich sind. Felipe hat eine schwere Nacht vor sich, danach nimmt er den Kopf wieder hoch.“

Nachdem die Gastgeber durch ein Tor ihres Polen Artur Sobiech nach toller Vorarbeit von Hiroshi Kiyotake, der nach dreimonatiger Verletzungspause ein vielversprechendes Comeback gab, und Leon Andreasen in der 18. Minute in Führung gegangen waren, verursachte Felipe in der 35. Minute nach einem völlig unnötigen Foul Jonas Hoffmann einen Strafstoß, den man geben kann, jedoch nicht muss. Schiedsrichter Daniel Siebert gab ihn. Pierre-Emerick Aubameyang ließ Ron-Robert Zieler beim 1:1-Ausgleich keine Abwehrchance. Allerdings übersah Siebert ein klares Foulspiel des Dortmunder Kapitäns Mats Hummels an Edgar Prib, was ebenfalls einen Strafstoß hätte nach sich ziehen müssen. Noch vor der Pause gingen die Gäste durch einen wunderschönen Direktschuss von Henrich Mkhitaryan nach Rechtsflanke von Matthias Ginter eine Minute vor dem Pausenpfiff mit 2:1 in Führung.

Hoffnung auf zumindest einen Punkt machte Artur Sobiech mit seinem zweiten Treffer zum 2:2 in der 53. Minute den 96-Fans in der mit 49 000 Zuschauern ausverkauften HDI-Arena. Doch Felipe brachte mit einem kuriosen Eigentor den aktuellen Spitzenreiter wieder mit 3:2 in Führung, als der den Ball stoppte, um ihn nach einer Flanke von Ginter dann mit der Hacke im Liegen an dem verdutzten Zieler vorbei ins eigene Tor zu bugsieren. Es sollte aber nicht Felipes letzte unglückliche Aktion gewesen sein. In der 85. Minute unterlief ihm ein Handspiel, als Shinji Kagawa aus abseitsverdächtiger Position flankte und Felipe beim Hochsteigen das Leder an den rechten Oberarm bekam. Den fälligen Elfmeter schnippte erneut Aubameyang zum alles entscheidenden 4:2 in die 96-Maschen. wg/gsd

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