2. Bundesliga

96 vor Nord-Duell beim Hamburger SV

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96-Trainer Mirko Slomka (2.v.l.) schwört sein Team auf die schwere Aufgabe beim Hamburger SV ein.

Hannover – Der „kleine HSV“ gegen den „großen HSV“ – das ist am Sonntag um 13.30 Uhr das Zweitliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und Hannover 96. Die Frage ist dabei einmal mehr nur: Wer ist der „kleine“ und wer ist der „große“ von beiden Klubs?

Derzeit scheint das der „große HSV“ aus Hamburg zu sein. Nach vier Spielen sind die Hamburger Spitzenreiter in der 2. Fußball-Bundesliga mit zehn von zwölf möglichen Zählern, während die „Roten“ nur Zehnter sind. Bei zwei Unentschieden gegen Regensburg und Fürth ließen sie zuhause schon vier Punkte liegen. Ob sie diese Einbuße ausgerechnet nun im Nordduell im ehemaligen Volksparkstadion kompensieren können, bleibt abzuwarten. Anknüpfungspunkte zwischen HSV und HSV gibt es genug. Zum Beispiel Hamburgs Trainer Dieter Hecking. Vor zehn Jahren coachte er die Hannoveraner und kennt aus dieser Zeit auch noch den jetzigen 96-Manager Jan Schlaudraff. Auch Hannover-Trainer Mirko Slomka schätzt Hecking sehr, ebenso ist der Kontakt zu Geschäftsführer Martin Kind nicht abgerissen. Weitere Sentimentalitäten gibt es aber nicht. Dafür sind die Hamburger zu sehr auf drei Zähler gegen die Roten aus und am Ende der Saison auf die Erstliga-Rückkehr. Weiterer Berührungspunkt zwischen beiden Klubs: Bobby Wood. Bei 96 kam der Amerikaner so gut wie gar nicht zurecht. Viele meinen, seine Verpflichtung sei ein Missverständnis gewesen. Gute Spiele von Wood bei Hannover 96? Fast völlige Fehlanzeige. Nun ist er wieder zurück in Hamburg. Wäre pikant, wenn er jetzt ausgerechnet gegen 96 treffen würde. Bei den Roten aus der niedersächsischen Landeshauptstadt darf man auf die Angriffs-Formation gespannt sein. Spielen Ducksch, Teuchert und Weydandt zusammen oder nur zwei von ihnen? Und wer dann mit wem? Coach Slomka sagt natürlich noch nichts. Und was ist mit dem nachverpflichteten Schweden-Stürmer Emil Hansson, der für Schwedens U21 (EM-Qualifikationsspiel gegen Irland am 10. September) nominiert wurde? Viele offene Fragen. Ebenso ungeklärt ist noch, ob 96 doch noch einen Spieler für die Sechser- oder Achter-Position verpflichtet. Am Montag endet die Transfer-Zeit. Kind und Schlaudraff haben sich nochmals beraten. Das Problem dabei: Es wird wohl nur noch etwas passieren, wenn einer der „96-Ladenhüter“ wie Torwart Esser, Albornoz und Haraguchi noch einen anderen Klub finden sollten. Doch für sie liegen offenbar keine Angebote vor. In der wie immer wabernden Gerüchteküche tauchten zuletzt der arbeitslose Ex-Wolfsburger Christian Träsch (31, zuletzt Ingolstadt) und Dennis Aogo (32) auf, der beim VfB in Stuttgart keinen neuen Vertrag mehr erhielt.  

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