1. leinetal24
  2. Sport
  3. Hannover 96

Schlechte Vorzeichen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Stürmer Joselu sorgte gegen Wolfsburg kurzzeitig für Hoffnung, zu einem Sieg reichte es aber nicht. Heute soll die Abwärtstendenz in Bremen nach drei Niederlagen gestoppt werden. Fotos: Kaletta
Stürmer Joselu sorgte gegen Wolfsburg kurzzeitig für Hoffnung, zu einem Sieg reichte es aber nicht. Heute soll die Abwärtstendenz in Bremen nach drei Niederlagen gestoppt werden. Fotos: Kaletta

HANNOVER Unter keinen guten Vorzeichen steht der Auftritt von Hannover 96 heute (15.30 Uhr) bei Werder Bremen. Zumindest statistisch gesehen, denn von insgesamt schon 26 Spielen im Weserstadion konnten die „Roten“ nur eines gewinnen. Und dies liegt auch schon über elf Jahre zurück. Im März 2003 schoss der frühere Stuttgarter Fredi Bobic beide Tore zum 2:1-Sieg. Lang, lang ist´s her…

Die Frage für die 96er ist, wohin der Trend nun zeigt. Drei Niederlagen, drei Siege, drei Niederlagen – so lautet die Bilanz der vergangenen neun Spiele. Angesichts der jüngsten Abwärtstendenz mit den Niederlagen gegen Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen wieder eine Kehrtwende zu erwarten, erscheint vermessen. Was natürlich auch an den letzten drei Gegnern vor der Winterpause liegt: Nach Bremen kommt am nächsten Dienstag der Überraschungsdritte FC Augsburg nach Hannover, ehe die „Roten“ die Vorrunde mit für sie gewohnt schweren Auswärtsmatch in Freiburg beschließen. Fatal wäre es, wenn aus den drei Partien nicht mindestens ein Erfolg herausspringt…

Eines der vorherrschenden Themen in dieser Woche war die Diskussion um Ceyhun Gülselam. Der „Sechser“ hat derzeit einen schweren Stand beim 96-Publikum, wurde bei seiner Auswechslung gegen Wolfsburg hämisch beklatscht. Wogegen sich seine Teamgefährten verwahrten. Für das Werder-Spiel scheint Trainer Korkut Gülselam nun praktisch eine Startelf-Garantie gegeben zu haben. Er schenke ihm weiterhin das Vertrauen, das für jeden Spieler so wichtig sei. Auch sonst dürfte es keine allzu großen Umstellungen im 96-Team geben. Zu einem weiteren Diskussionspunkt wird die miese Stimmung in der HDI-Arena. Selbst die Wolfsburger übertönten die verbliebenen 96-Fans um ein Vielfaches. Nach dem Rückzug der „Ultras“, weil sie sich ihrer Ansicht nach nicht von ihrem „Feindbild“ Martin Kind gängeln lassen wollen, der ihnen die zu Recht verbotene Pyrotechnik weiterhin untersagt, scheint die Zuschauerszene in Hannover tief gespalten. Gegen Wolfsburg kam dutzendfach wie schon so oft das „Kind muss weg“ auf, was die „normalen“ Besucher wie immer mit Pfiffen quittierten. Von Anfeuerung fast keine Spur.

Derzeit erscheint die Situation total verfahren, die Fronten verhärtet, eine Annäherung schwer vorstellbar. Festzuhalten bleibt unverrückbar: Die „Ultras“ scheinen vergessen zu haben, was Kind für Hannover 96 geleistet hat. Als Vermittler versuchen jetzt 96-„Fußballgott“ Carsten Linke und Altin Lala aufzutreten. Sie versuchen, beide Seiten zu verstehen und sind sich einig darin, dass etwas passieren müsse, denn so wie momentan könne es nicht weitergehen. haz/gsd

Auch interessant

Kommentare