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„Rufe sind völlig unnötig“

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Torschütze Salif Sané feiert mit seinem Team die wichtige 1:0-Führung gegen den FC Augsburg.
Torschütze Salif Sané feiert mit seinem Team die wichtige 1:0-Führung gegen den FC Augsburg.

HANNOVER Nach vier sieglosen Spielen in Folge konnte Hannover 96 endlich wieder ein Erfolgerlebnis feiern – und mit dem Team von Trainer Tayfun Korkut 30 000 Zuschauer in der HDI-Arena. Doch was sich einmal mehr während des Spiels auf den Tribünen abspielte, ist an Unverständnis kaum noch zu überbieten.

Da gewinnen die Roten mit 2:0 (1:0) gegen den bisher so überzeugenden FC Augsburg, doch immer wieder ertönen von einer Handvoll Ultras gebetsmühlenhaft die Rufe „Kind muss weg“, was jedes Mal lautstarke Pfiffe und Buhrufe der Mehrheit der Zuschauer zur Folge hat. „Diese Rufe nerven nur noch. Die Ultras werden damit nicht erreichen, das Kind geht“, meinte der bärenstarke 96-Keeper Ron-Robert Zieler. Auch 96-Sportdirektor Dirk Dufner empfindet diese Rufe gegen den 96-Präsident „völlig unnötig. Sie sind nicht gut für die Atmosphäre im Stadion. Vielmehr braucht die Mannschaft jede Unterstützung.“

Die erste Chance in diesem durchaus unterhaltsamen Spiel hatten die Gäste nach nur 13 Minuten, doch Zieler reagierte gegen den allein auf ihn zulaufenden Alexander Esswein exzellent. „Wenn wir diese Chance nutzen, wird es ein anderes Spiel“, trauerte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl dieser Tormöglichkeit noch lange nach. Nur sieben Minuten nach der FC-Chance war es der wegen Disziplinlosigkeit fast schon ausgemusterte Salif Sané, der die Gastgeber mit dem Hinterkopf nach einem Eckball von Hiroshi Kiyotake und einer Kopfballverlängerung von Kapitän Lars Stindl in Führung brachte. Sané spielte erstmals für den am Rücken verletzten Christian Schulz von Beginn an und machte seine Sache in der Innenverteidigung sehr gut. „So kann Salif uns weiterhelfen“, meinte Zieler. Und Dufner ergänzte: „Salif hat die richtige Reaktion gezeigt. Es gibt derzeit keinen Grund, ihn zu verkaufen.“

Als in der 55. Minute Stindl im Strafraum gefoult wurde, zeigte der schwache Schiedsrichter Christian Dingert auf den Punkt. Diese Chance ließ sich Joselu mit seinem sechsten Saisontor zum 2:0 nicht nehmen. In der Folgezeit musste Ron-Robert Zieler gegen Raul Bobadilla und Erik Thommy in höchster Not retten. „Nachdem wir einige Punkte in den letzten Spielen haben liegen lassen, war dieser Sieg gegen Augsburg extrem wichtig auch mit Blick auf das Spiel gegen Freiburg am Sonntag“, so Zieler. wg/gsd

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