Endphase der Bundesliga-Saison

96 nach Niederlage in München noch nicht abgestiegen

+
Der beste Hannoveraner in Aktion: 96-Keeper Michael Esser pariert in dieser Szene einen Kopfball von Bayern-Torjäger Robert Lewandowski.

Hannover – Achtbar zog sich Schlusslicht Hannover 96 am drittletzten Spieltag beim Spitzenreiter Bayern München aus der Affäre. Die Niedersachsen unterlagen in der Allianz-Arena mit 1:3 (0:2) und hatten nach dem 1:2 durch einen Jonathas-Elfmeter kurzzeitig sogar die Sensation vor Augen.

Da der Drittletzte VfB Stuttgart bei Hertha BSC mit 1:3 unterlag, sind die 96er noch nicht endgültig abgestiegen. Zwei Siege in den beiden letzten Spielen gegen den SC Freiburg und zum Schluss bei Fortuna Düsseldorf erhalten den Hannoveranern zumindest noch die winzig kleine Chance, den Relegationsplatz zu ereichen bei zwei gleichzeitigen Niederlagen der Stuttgarter. „Was wir in der letzten Zeit zurückgegeben haben, ist das, was wir von den Leuten bekommen haben. Und wer weiß, vielleicht ist der Fußballgott am Ende doch Hannoveraner – das wäre genial“, macht sich 96-Coach Thomas Doll noch einmal Mut das Unmögliche doch noch zu schaffen. „Wenn wir alle zusammen dran glauben, kann auch mal eine richtige Wucht im Stadion entstehen. Und wer weiß: Vielleicht haben wir dann ein Endspiel in Düsseldorf – es ist alles möglich und das mit 18 Punkten“, so Doll weiter. Und auch 96-Torwart Michael Esser, Bester in München, der etliche Torchancen des Favoriten mit glänzenden Reaktionen zunichtemachte, will sich noch nicht mit dem sechsten Bundesliga-Abstieg abfinden: „Die anderen lassen uns am Leben, vielleicht haben wir Glück und sie lassen uns noch zwei weitere Spiele am Leben.“ Robert Lewandowski brachte mit seinem 22. Saisontor per wuchtigem Kopfball die Gastgeber in der 27. Minute in Führung, die Leon Goretzka mit einem Distanzschuss nach 40 Minuten auf 2:0 ausbaute. Jonathas sah nach seinem erfolgreichen Strafstoß die gelbe Karte, weil er zu rabiat das Leder aus dem Tor holte. Nur fünf Minuten später sah der Brasilianer gelb-rot nach einem Zweikampf mit Joshua Kimmich. Der eingewechselte Frank Ribery sorgte in der 84. Minute mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare