Hannover 96

Eine Woche mehr zur Vorbereitung

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Re-Start-Vorbereitung : Ab Sonntag geht es für die Roten ins Quarantäne-Trainingslager.

Hannover - Der geplatzte Neustart – für Hannover 96 heißt das, eine weitere Woche zu warten. Da die geplante Heimpartie gegen Dresden abgesagt wurde wegen der Quarantäne bei Dynamo, starten die „Roten“ erst eine Woche später mit dem Auswärtsspiel beim Niedersachsen-Rivalen Osnabrück (23. Juni).

So hatten Trainer Kenan Kocak und seine Spieler sieben Tage mehr Zeit, sich auf den Re-Start vorzubereiten. Normales Training mit Zweikämpfen ist seit einer guten Woche wieder möglich. Natürlich hätten Torwart Ron-Robert Zieler & Co. Lieber gespielt als nun erneut pausieren zu müssen. Was auch Sportchef Gerhard Zuber so sieht: „Wir freuen uns darauf, dass wir bald wieder weiterspielen können.“ Der Österreicher verhehlt aber nicht, dass es im Training trotz allen guten Willens auch noch Nachholbedarf gibt. Training mit Zweikämpfen ist eben anders als Training ohne Zweikämpfe. Der verlegte Neu-Start hatte zudem auch zur Folge, dass den Spielern eine Woche Quarantäne für das verpflichtende siebentägige Trainingslager im Courtyard-Hotel am Maschsee erspart blieb, bei dem Außenkontakte untersagt sind. Die Akteure konnten also bis morgen weiter zuhause schlafen. Am Sonntag checken alle Spieler samt Trainer- und Betreuerstab in das Marriott Courtyard ein, um den dem DFL-Hygienekonzept nachzukommen. Ungewissheit vermutet Zuber auch in den restlichen Saisonpartien. Die Geisterspiele ohne Zuschauer, in denen von außen keine Extra-Motivation kommt, könnten zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen. Sie könnten nicht nur physisch, sondern auch psychisch viel anspruchsvoller werden als Spiele mit Fans. Der 96-Sportchef erwartet total neue Gegebenheiten, da kein Klub oder Team weiß, wo es aktuell steht. Unterdessen hat die DFL die Termine für die ersten drei Spieltage bekanntgegeben. In Osnabrück muss 96 am Samstag in einer Woche um 13 Uhr antreten. Am Mittwoch, 27. Mai, geht es in der HDI-Arena um 18.30 Uhr gegen den Karlsruher SC. Am Sonnabend, 30. Mai, beginnt das Match beim SV Sandhausen um 13 Uhr. Wann die Partie gegen Dresden neu angesetzt wird, ist noch offen. Ebenso offen ist noch, ob der italienische Erstligist Udinese Calcio den Rest der Ablösesumme für den ehemaligen 96er Walace zahlen kann. Dorthin war der Brasilianer gewechselt, die Transfersumme betrug sechs Millionen Euro. Die ersten zwei Millionen erhielt Hannover 96, doch die restlichen vier, die in Raten zu je einer Million gezahlt werden sollten, stehen noch aus. Fraglich somit, ob die gebeutelten Italiener sie überhaupt überweisen können. Obendrein spielt Walace bei den Udinesern längst nicht die Rolle, die man sich von ihm erhofft hatte. Profi-Chef Martin Kind kalkuliert die Ende Juni angekündigte Million vorerst nicht mit im Etat ein. 

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