2. Bundesliga

Hannover 96 verliert in Aue

FC Erzgebirge Aue - Hannover 96
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Trainer Kenan Kocak feuert seine Mannschaft an, doch es reicht nur zum Anschlusstreffer von Ducksch.

Hannover - Die letzte Auswärtsfahrt in der Saison 2019/20 war nicht von Erfolg gekrönt. In der 2. Liga verlor Hannover 96 mit 1:2 (0:1) beim FC Erzgebirge Aue und konnte dabei seine bislang gute Bilanz auf fremden Plätzen nicht bestätigen.

Bloß gut, dass es für die Roten um nichts mehr ging. Das Anschlusstor von Goalgetter Marvin Ducksch kam zu spät. Hannovers Trainer Kenan Kocak hatte sein Team auf drei Positionen verändert: Muslija spielte links für Prib, Haraguchi fing für den verletzten Maina an und im Tor stand erstmals in der 2. Liga seit 2016 Michael Ratajczak. Eine kleine Belohnung für das bisherige Reservisten-Dasein gegenüber Ron-Robert Zieler, mit dem die Roten die Nicht-Aufstellung im Vorfeld besprochen hatten. Zünftig und passend zur Erzgebirgsstadt Aue der Gang aufs Feld durch einen simulierten Bergwerksstollen – hat schon was Urwüchsiges, ebenso wie der zünftige Auer Vereinssong. So richtig „Musike“ war aber zunächst mal nicht im Spiel. Hannover hatte zwar etwas mehr vom Match, doch es sprang dabei nichts heraus. Auch nicht beim Schuss von Marvin Ducksch, der zusammen mit „Henne“ Weydandt das Sturmduo bildete und von ihm bedient wurde (13.). 20 Minuten dominierte zunächst Hannover, ehe die Auer Führung fast wie aus dem Nichts fiel. Timo Hübers leitete sie mit einem katastrophalen Fehlpass auf den Ex-Braunschweiger Hochscheidt ein, der Krüger bediente. Duckschs Hacke war auch noch mit im Spiel, bis Pascal Testroet mühelos einschieben konnte (23.). Zuvor hatte Aues Rizzuto mit einer Flanke die Querlatte der 96er getroffen. Pech für die Erzgebirgler, dass mit Hochscheidt und Rizzuto zwei Spieler kurz nacheinander wegen Verletzungen ausschieden. Weydandt versuchte sich aus der Drehung mit seinem schwächeren linken Fuß (32.), Kapitän Kaiser zirkelte einen Freistoß aus 17 Metern knapp übers Aue-Gehäuse (41.). Schon in dieser ersten Halbzeit ließen die Hannoveraner die letzte Konsequenz und die nötige Durchschlagskraft in der Offensive vermissen. Viel besser wurde dies auch nach dem Wechsel nicht. Eher schlechter, denn fast wäre Julian Korb in der 53. Minute ein dummes Eigentor unterlaufen. Glück für ihn, dass der Ball bei seinem Rettungsversuch an den rechten Pfosten flog. Coach Kenan Kocak wechselte doppelt, brachte Edgar Prib und mit Cedric Teuchert den dritten Stürmer. Und nur sieben Minuten danach (65.) mit John Guidetti sogar Angreifer Nummer vier. Die Folge? War das 2:0 für Aue! Krüger lieferte seine zweite Torvorlage auf Clemens Fandrich, der Korb austanzte und in der 67. Minute flach einschob. Die Entscheidung? Noch nicht ganz. Weil wieder einmal Ducksch zur Stelle war. Erst zirkelte er die Kugel noch links vorbei, kurz danach drückte er den Ball per Kopfball-Abpraller zum 1:2 (79.) über die Linie. Sein fünfter Treffer im fünften Spiel in Folge, der siebte seit dem Re-Start und der 13. insgesamt – eine eindrucksvolle Bilanz des Torjägers, der bei 96 schon vor dem Aus stand. Aue-Keeper Jendrusch parierte wenig später einen Ducksch-Flachschuss und rettete seinem Team damit den Dreier. Im letzten (Heim)Spiel hat 96 am kommenden Sonntag den VfL Bochum in Hannover zu Gast. 

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