Zweite Bundesliga

96 besiegt Holstein Kiel 3:1

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Hendrik Weydandt markiert in der Nachspielzeit das 3:1 für Hannover 96.

Hannover - Hannover 96 kann zuhause doch noch gewinnen: Gegen Holstein Kiel gewannen die Roten am Montagabend im Nordderby mit 3:1 (1:0) und landeten damit allerdings erst den zweiten Heimsieg in der zweiten Fußball-Bundesliga vor geschätzt 18 000 Zuschauern.

„In den Spielen gegen den HSV und Bielefeld waren wir besser als heute gegen Kiel. Aber dieses Mal hatten wir das Glück, was uns zuvor fehlte“, sagte ein glücklicher John Guidetti. Der schwedische Wintereinkauf hatte versprochen, als er im Januar zu 96 wechselte, acht bis neun Tore zu erzielen. Gegen Holstein hat er nun damit angefangen, brachte sein Team mit einem wunderschönen Flugkopfball nach Maßflanke von Sebastian Jung in der elften Minute in Führung. Nach diesem 1:0 hörte 96 dann aber auf, auf das 2:0 zu drängen. Vielmehr traf Kiels Emmanuel Iyoha nach 28 Minuten den Querbalken, hatte Alexander Mühling kurz vor der Pause eine Chance, die 96-Keeper Ron Robert Zieler mit Fußabwehr zunichtemachte. Nach dem Wechsel fingen die Gastgeber an, wieder am Spielgeschehen teilzunehmen. So hätte Linton Maina auf 2:0 (51.) stellen können, doch sein Schuss rauschte links am Gehäuse vorbei. Nur acht Minuten später verhinderte Zieler gegen Fabian Reese den Ausgleich, der dann aber nach einer Standardsituation fiel. Nach einem Eckball drückte Jae Sung Lee am langen Pfosten den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie zum 1:1 (68.). „Das Tor geht auf mich, da ich nicht hundertprozentig konzentriert war“, nahm Dominik Kaiser diesen Ausgleich auf seine Kappe. Als erneut ein „Schlag ins Gesicht“ bezeichnete 96-Trainer Kenan Kocak dieses 1:1. Zehn Minuten vor dem Ende war es der in der 58. Minute für den glücklosen Cedric Teuchert eingewechselte Ex-Hoffenheimer Philipp Ochs, der 96 erneut in Führung brachte. „Endlich haben wir uns mal für die harte Arbeit belohnt. Es war auch schön, endlich mal drei Tore geschossen zu haben“, so Ochs. „Wir wollten nach dem 1:1 mehr und sind froh, dass wir ein zweites und drittes Tor draufgepackt haben.“ Und auch 96-Sportdirektor Gerhard Zuber freute sich über diesen Sieg, den er als „sehr wichtig“ bezeichnete. „Man hat aber auch noch die Unsicherheit gesehen nach dem 1:0. Es war dann aber ein Sieg des Willens.“ Den Sack endgültig zu machte der in der 75. Minute eingewechselte Hendrik Weydandt, bei dessen überraschenden Schuss von der Strafraumgrenze Kiels Keeper Ioannis Gelios zu spät reagierte. 

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