Die „Roten“ von Hannover 96 besiegen Freiburg im letzten Saisonspiel 3:2 / Noch viele Personalfragen offen

Den meisten Applaus erntet „Dolo“

Abschied von der Bundesliga: Steven Cherundolo (Mitte, mit Tochter Liv) wird von seinen ehemaligen Teamkollegen gefeiert. Sie tragen ein T-Shirt mit der Aufschrift „Danke Dolo“.

HANNOVER Es war alles bereitet bei Hannover 96 für einen versöhnlichen Saisonabschluss, wenn da nicht die „Ultras“ wären. Die „Unbelehrbaren“ brüllten während des Spiels gegen den SC Freiburg einmal mehr „Kind muss weg“, was 47 000 Fans in der fast ausverkauften HDI-Arena mit „Ultras raus“-Rufen quittierten. Trotz des 3:2 (1:0)-Siegs der Hannoveraner schienen die „Ultras“ dennoch so frustriert, dass sie einmal mehr nach diesem letzten Saisonspiel in der Fußball-Bundesliga Schlägereien mit der Polizei anzettelten, die daraufhin massiv Schlagstöcke einsetzen musste.

Zuvor hatten sich das Team von Trainer Tayfun Korkut mit einer vor allem in der zweiten Halbzeit starken Leistung aus dieser ansonsten eher verkorksten Saison verabschiedet.

Szablocs Huszti hatte mit einem raffinierten Freistoß die 96er mit dem Pausenpfiff nach einer schwachen ersten Halbzeit in Führung gebracht. Jonathan Schmid konnte zum 1:1 (50.), ausgleichen, ehe der eingewechselte Artjoms Rudnevs die Gastgeber mit 2:1 (65.) wieder in Führung brachte. Nach dem erneuten Ausgleich der Freiburger durch Philipp Zulechner zum 2:2 (78.) war es Edgar Prib mit der zweiten Ballberührung nach seiner Einwechslung vorbehalten, mit dem 3:2 (80.) die 96-Fans am Ende doch noch jubeln zu lassen.

Es war aber auch ein Samstagnachmittag der Abschiede. So war Hannovers langjähriger Kapitän Steven Cherundolo überwältigt von dem Beifall der Fans und seiner Mitspieler, wurden auch Rudnevs (zurück zum HSV) und Frantisek Rajtoral (von Pilsen ausgeliehen) verabschiedet.

„Ich kann noch nicht sagen, wie viele Neue wir verpflichten werden. Das hängt davon ab, mit wem wir noch verlängern, und wer den Klub verlässt“, meinte 96-Sportdirektor Dirk Dufner. „Wir werden uns nächste Woche zusammensetzen, analysieren und Entscheidungen treffen. Dann werden wir auch neue Ziele formulieren“, betonte 96-Boss Martin Kind. Eine solche wie die abgelaufene Saison möchte er zumindest nicht noch einmal erleben – und ergänzte: „Wir wollen uns wieder weiter vorne etablieren.“

Es sollen wohl bis zu fünf neue Spieler geholt werden. Währenddessen hat Routinier Christian Schulz seinen Vertrag bei den Niedersachsen um zwei Jahre verlängert. Ob allerdings Stürmer Mame Diouf zu halten ist, steht noch in den Sternen. „Wir wollen ihn halten“, so Dufner. wg/gsd

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