Hannover 96 geht zuversichtlich in das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen

Marcelo: „Das erste Ziel ist die Europa League“

In Berlin hatten die 96er und Fans Grund zum Feiern, das soll sich heute wiederholen. Foto: Zwing

HANNOVER Nach der zweiwöchigen Länderspielpause drängen bei Hannover 96 wieder Spieler in die Mannschaft für die Bundesliga-Partie gegen Bayer 04 Leverkusen, die länger verletzt gewesen waren. So ist damit zu rechnen, dass heute um 15.30 Uhr in der HDI-Arena Kapitän Lars Stindl von Beginn an dabei ist.

Stindl spielte vor zwei Wochen bereits 20 Minuten beim 2:0-Sieg gegen Hertha BSC und fühlt sich wieder fit, um auch 90 Minuten durchhalten zu können. Sollte Stindl spielen, so wohl auf der Zehner-Position, was Verschiebungen anderer Spieler nach sich ziehen würde. So würde der Japaner Hiroshi Kiyotake nach außen rücken und Leonardo Bittencourt auf der Rechtsaußen-Position Jimmy Briand verdrängen. Auch der Chilene Miiko Albornoz ist beim Training wieder dabei. Leverkusen könnte aber für den Linksverteidiger noch zu früh kommen, zumal mit Christian Pander, der seinen grippalen Infekt völlig überwunden hat, diese Position gut besetzt ist. „Ich fühle mich gut“, sagte Neuzugang Albornoz, der mehrere Wochen wegen Problemen mit der Achillessehne aussetzen musste, so dass sich Trainer Tayfun Korkut wieder personelle Alternativen biten.

Die 96er wollen mit einem Heimsieg gegen den Tabellensechsten aus Leverkusen ihre derzeit glänzende Ausgangsposition und somit den momentan vierten Tabellenplatz verteidigen. Zudem gilt es, einen Vereins-Rekord in der Bundesliga aufstellen zu können, der da wäre, viermal in Folge zu Null zu spielen. Zudem möchte Neuzugang Kiyotake verhindern, dass es für ihn persönlich die fünfte Niederlage gegen Leverkusen gibt, denn gegen keinen anderen Bundesligaverein hat Kiyotake bisher alle bisherigen vier Begegnungen, mit welchem Club auch immer, verloren.

Weit lehnt sich 96-Innenverteidiger Marcelo aus dem Fenster. Der Brasilianer meinte in einem Interview, dass „manchmal Leute Witze über mich machen, weil ich immer groß denke. Aber ich glaube an mich und das Team. Das erste Ziel ist die Europa League.“ Derzeit nimmt 96 gar den Qualifikationsplatz für die Champions League ein. Damit will Marcelo mehr als 96-Vereinsboss Martin Kind, der einen einstelligen Tabellenplatz fordert.

Die von den Roten angedachte Verpflichtung des Bayern-Spielers Pierre-Emile Hojbjerg dürfte sich wohl durch die schwere Verletzung von Philipp Lahm aber vorerst erledigt haben. „Hojbjerg ist ein guter Spieler, wenn er auf dem Markt ist. Stand heute ist er es durch die Lahm-Verletzung nicht. Damit ist er kein Thema mehr“, hat 96-Sportdirektor Dirk Dufner diesen Fall erst einmal zu den Akten gelegt. wg/gsd

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