Nach zehn sieglosen Spieltagen steht Hannover 96 heute in Frankfurt unter großem Erfolgsdruck

„Mannschaft muss jetzt punkten“

Da sah die Situation noch deutlich freundlicher aus: Am 10. Spieltag feierten die „Roten“ ein 1:0 gegen Frankfurt. Inzwischen ist Hannover 96 zu einem Abstiegskandidaten geworden. Fotos: Zwing, Kaletta

HILDESHEIM Nach zehn sieglosen Spielen sehnt sich die Mannschaft von Hannover 96 endlich wieder nach einem Erfolgserlebnis, wenn der Fußball-Bundesligist zum Punktspiel heute um 15.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt zu Gast ist.

Gleichwohl plagen Trainer Tayfun Korkut erhebliche Personalsorgen vornehmlich in der Offensive. Hiroki Sakai kehrte leicht angeschlagen von der japanischen Nationalmannschaft zurück, Sakais Vertreter auf der Außenverteidiger-Position Joao Pereira plagen Muskelprobleme. Leonardo Bittencourt machte Überstunden im deutschen U 21-Team gegen England, das 2:3 verlor und ist zudem aufgrund seiner fünften gelben Karten, die er sich beim 2:3 gegen Borussia Dortmund abgeholt hat, gesperrt. Stürmer Joselu konnte wegen hohen Fiebers am Training nicht teilnehmen. Und zu schlechter Letzt zog sich Stürmer Artur Sobiech im Zweikampf mit Prib während des Dienstag-Trainings einen Innenbandanriss im rechten Knie zu und fällt voraussichtlich für den Rest der Saison aus.

Möglich, dass der in der Winterpause zurückgekehrte Stürmer Didier Ya Konan sein Startelf-Debüt in Frankfurt feiert. Vor fast genau einem Jahr hatte der Ivorer das zwischenzeitliche 3:1 beim 3:2-Sieg in Frankfurt erzielt. Doch Korkut hält sich zurück mit einer klaren Aussage, Ya Konan in die Startelf zu stellen. „Es gibt noch genügend Spiele, in denen er uns helfen kann“, so der 96-Coach

Im Testspiel gegen Drittligist Rot-Weiß Erfurt erhielt Jan Schlaudraff eine Chance, Spielpraxis zu sammeln. Beim 3:0-Sieg gegen die Thüringer machte Schlaudraff ein gutes Spiel. Ob er allerdings nach langer Zeit von Korkut berücksichtigt wird, bleibt abzuwarten. Unterdessen forderte 96-Sportdirektor Dirk Dufner ein Ende der Sieglos-Serie und hofft in Frankfurt auf eine Trendwende. „Die Mannschaft muss jetzt punkten“, so Dufner, der wie Korkut ebenfalls mächtig unter Druck steht beim in der Rückrunde schlechtesten Team, das nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und lediglich drei Punkte auf einen Abstiegsplatz hat. Bleibt die Hoffnung wie vor einem Jahr beim 3:2-Sieg in Frankfurt, dass 96 auch diesmal mit einem Erfolg einen Schritt Richtung Klassenerhalt machen kann. wg/gsd

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