Hannover 96 spielt bereits heute Abend gegen den VfB Stuttgart / Jan Schlaudraff dabei

Der letzte Schritt zur Rettung?

Tor für Hannover: Lars Stindl köpft den Ball zum 2:1 ins Netz der Frankfurter Eintracht, am Ende heißt es 3:2 für 96. Gegen den VfB Stuttgart wollen die „Roten“ heute nachlegen. Foto: Zwing/gsd

HANNOVER Wird es für Hannover 96 der letzte Schritt zur Rettung in der Fußball-Bundesliga? Mit einem Dreier heute Abend (20.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart könnten die „Roten“ jegliche Zweifel daran beseitigen. Nach den Siegen gegen den HSV und in Frankfurt sieht es so aus, als würden die Hannoveraner im letzten Moment doch noch die Kurve zum Klassenerhalt kriegen.

Allerdings muss Trainer Tayfun Korkut auch im vorletzten Heimspiel dieser Serie wieder einmal umstellen. Leonardo Bittencourt und Edgar Prib holten sich beim 3:2 in Frankfurt jeweils ihre fünfte gelbe Karte ab und sind daher gesperrt. Nichts also mit „never change a winning team“.

Überraschenderweise rückt nun Jan Schlaudraff als eine der ersten Alternativen in den Fokus. Der Mann, in guten Zeiten als „Kreativdirektor“ geschmeichelt, der zuletzt über eine Nebenrolle kaum hinauskam. Selbst über eine Auflösung seines bis Juni 2015 laufenden Vertrages wurde schon spekuliert, weil er zu den Großverdienern im 96-Team zählt. Schlaudraff könnte für Bittencourt ins Team kommen. Hinter der einzigen Spitze Didier Ya Konan wird Korkut wohl erneut auf Lars Stindl als offensiven Mann im Mittelfeld setzen, wo er zuletzt für Furore sorgte.

In der Defensive dürfte alles beim alten bleiben. Der leicht angeschlagene Christian Pander meldete sich zurück, wird erneut die linke Außenverteidiger-Position übernehmen.

Und der Japaner Hiroki Saki bildet sein Pendant auf der rechten Seite, obwohl auch er eine längere Pause erhalten müsste. Sakai hat Probleme mit der Patellasehne im Knie, doch die medizinische Abteilung von 96 hat keine Bedenken.

Noch kein Thema ist Andre Hoffmann, der nach der Reduzierung seiner Sperre aus dem Braunschweig-Match von fünf auf vier Spiele auch noch gegen den VfB Stuttgart und beim 1. FC Nürnberg fehlen wird. Eingesetzt werden könnte der Innenverteidiger erst im letzten Saisonspiel gegen den SC Freiburg.

Weiter scheint unterdessen das Hin und Her um Mame Diouf zu gehen. Nachdem bisher alle davon ausgegangen waren, dass der derzeit verletzte senegalesische Torjäger nach der Saison ablösefrei geht, signalisierte dessen Agent Jim Solbakken nun doch wieder Gesprächsbereitschaft. Ob Diouf, um den zuletzt vor allem Nachbar Wolfsburg heftig warb, nun bleibt oder nicht, steht momentan wohl in den Sternen.

Offen ist auch noch, was mit den auslaufenden Verträgen von Christian Schulz, Didier Ya Konan und Leon Andreasen passiert.

Für die ehemaligen 96er Moa Abdellaoue und Konstantin Rausch wird es heute Abend eine Rückkehr an ihre frühere Wirkungsstätte geben. Allerdings werden sie wohl zunächst nur auf der Ersatzbank sitzen. Die Stuttgarter haben durch den 3:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 auch etwas Hoffnung geschöpft im Abstiegskampf. Wie Hannover 96 wären sie bei einem Dreier auch schon so gut wie gerettet, wenn der Hamburger SV, der 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig an diesem Wochenende nicht gewinnen. haz/gsd

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