Hannover 96 empfängt Werder Bremen / Respekt vor Rückkehrer Pizarro

Dem Kurz-Trainingslager soll der erste Sieg folgen

Edgar Prib im Duell mit Theodor Gebre Selassie: In der vergangenen Saison trennten sich 96 und Bremen mit einem 1:1.

HANNOVER Am achten Spieltag der Bundesliga will Hannover 96 endlich über den ersten Saisonsieg jubeln. Morgen ist um 15.30 Uhr in der HDI-Arena im Nordderby der derzeit kriselnde SV Werder Bremen zu Gast. Gegen diesen Gegner, der dreimal in Folge verlor, wollen die Roten an die gute Leistung des 1:1 vor einer Woche in Wolfsburg anknüpfen.

Um den ersten Dreier zu realisieren, sind die Hannoveraner mit ihrem Trainer Michael Frontzeck wie schon in der Schlussphase der vergangenen Saison ins „Kloster“ zu einem Kurz-Trainingslager gegangen. Bis heute hat sich das Schlusslicht in einem zum Hotel umgebauten früheren Kloster in Marienfelde auf dieses richtungweisende Spiel vorbereitet. „Wir sind nicht hier, um geistigen Beistand zu bekommen“, meinte Frontzeck. Vielmehr sei die Intension, enger zusammenzurücken. Personell sieht es recht gut aus bei den 96ern. Lediglich Mittelfeldspieler Edgar Prib und Neuzugang Charlison Benshop fehlen verletzungsbedingt. Ins Training zurückgekehrt ist der japanische Rechtsverteidiger Hiroki Sakai. Keine Frage, dass sich der neue Geschäftsführer Sport bei 96, der Ex-Nürnberger Martin Bader, zu seinem Einstand – er hat am 1. Oktober offiziell seine Arbeit aufgenommen – einen Sieg der Roten wünscht. So knüpfte er in Marienfeld schon einmal Kontakte, die zweifellos in den kommenden Tagen und Wochen von ihm intensiviert werden. Die Felder, die er bei seinem neuen Verein beackern muss, sind ihm aus Nürnberg bekannt. Was er eben noch nicht kennt, ist das Umfeld, das er so schnell wie möglich kennenlernen will. Eine ganz wichtige Aufgabe wartet auf den 47-jährigen Bader auch noch. Er ist mit 96-Präsident Martin Kind auf der Suche nach einem Nachfolger für Dirk Dufner. Damit will sich Bader aber Zeit lassen.

Werder Bremen kommt mit Rückkehrer Claudio Pizarro zum Tabellenletzten, der in den bisherigen sieben Spielen erst zwei Punkte gesammelt hat. An den Peruaner haben sowohl die 96er als auch Frontzeck keine guten Erinnerungen. Pizarro erzielte in sechs Spielen für Werder sechs Tore gegen Hannover. Und fünf Tore packte er noch einmal drauf, wenn es gegen den 96-Trainer ging. wg/gsd

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