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Kooperation mit 96 läuft gut

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Stehen für eine gute Kooperation zwischen dem CJD Elze und Hannover 96 (von links): Dr. Jens Rehhagel (Leiter des Nachwuchsleistungszentrums bei den „Roten“), Eckhard Nührig (Gesamtschulleiter CJD Elze), Ellen Cuber (Internatsleiterin beim CJD) und Carsten Söffker-Ehmke (stellvertretender Schulleiter), vor dem Bully, mit dem die Spieler zum Training gefahren werden. Foto: Kuhlemann
Stehen für eine gute Kooperation zwischen dem CJD Elze und Hannover 96 (von links): Dr. Jens Rehhagel (Leiter des Nachwuchsleistungszentrums bei den „Roten“), Eckhard Nührig (Gesamtschulleiter CJD Elze), Ellen Cuber (Internatsleiterin beim CJD) und Carsten Söffker-Ehmke (stellvertretender Schulleiter), vor dem Bully, mit dem die Spieler zum Training gefahren werden. Foto: Kuhlemann

ELZE / HANNOVER „Bei Hannover 96 legen wir großen Wert auf duale Ausbildung, neben dem Fußball ist auch ein Schulabschluss wichtig. Auf der Suche nach einem starken Partner sind wir auf das CJD in Elze gestoßen“, sagt Dr. Jens Rehhagel, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des Bundesligisten, beim Bilanzgespräch mit den Verantwortlichen der Christophorusschule.

Gut ein Jahr ist es her, dass das CJD, das 760 Schülern (davon knapp 90 im Internat) Platz bietet, und die „Roten“ einen Kooperationsvertrag unterzeichnet haben. Jetzt saßen die Beteiligten wieder im Büro des Gesamtschulleiters Eckhard Nührig zusammen, um ein erstes Fazit zu ziehen. Mit dabei waren neben Rehhagel und Nührig der stellvertretende Leiter des Gymnasiums, Carsten Söffker-Ehmke, und Internatsleiterin Ellen Cuber. Wie Rehhagel mitteilte, gibt es neben Elze, wo etwa ein halbes Dutzend Jugendlicher aus dem südlichen Dunstkreis von den „Roten“ untergebracht ist, die bei Hannover 96 trainieren und in Elze die Schulbank drücken, noch ein Sportlerhaus in Hannover.

Im Elzer Internat sind neben den Fußballern (darunter mit dem 17-jährigen Dominic Wolter aus Nordstemmen auch ein Spieler aus dem LDZ-Gebiet, der mit den A-Junioren deutscher Vizemeister geworden ist) vor allem auch Handballer, die bei Zweitligist Eintracht Hildesheim trainieren, untergebracht. „Das CJD ist bekannt für seine Sportinternate und die Förderung auf hohem Niveau, so etwa in Berchtesgaden, wo Hochleistungssportler wie Maria Riesch und Georg Hackl schulisch ausgebildet wurden“, informierte Eckhard Nührig die Runde. Als „Aushängeschild“ des CJD in Elze nannte er den mittlerweile 25-jährigen Tischtennis-Europameister Dimitrij Ovtscharov, der in der aktuellen Weltrangliste Platz vier hinter drei Chinesen einnimmt.

„Schule hat oberste Priorität“, sagte Jens Rehhagel, der Wert darauf legt, dass die jungen Fußballer, die als jetztige B-Jugendliche später den Sprung in den 96-Profkader anstreben, alle Unterrichtsstunden, die sie wegen einer Trainingseinheit oder eines Spiels verpassen, nachholen. Carsten Söffker-Ehmke bestätigte das: „Wir versuchen, die Pläne entsprechend zu gestalten“, so der stellvertretende Schulleiter, der betont, dass die 96-Nachwuchsfußballer auch nur „normale Menschen“ sind und nicht bevorzugt werden.

Neben dem Training und der Schule stelle vor allem der logistische Bereich die Verantwortlichen vor Probleme, schließlich müssten die Kicker zum Training und zu den Heimspielen gefahren werden. Bei Auswärtsspielen würde Hannover 96 die Aufgaben übernehmen. „Wir begleiten die Spieler, aber die Leistung auf dem Platz müssen sie selbst erbringen – der Sprung in die Bundesliga ist sehr schwer. Daher sorgen wir dafür, dass sie mit der Schulausbildung ein zweites Standbein haben“, erklärt Jens Rehhagel.

Kooperation fortsetzen

Die Zusammenarbeit funktioniere gut, es herrsche auf beiden Seiten 98 Prozent Zufriedenheit, sind sich die Verantwortlichen einig, die Kooperation für ein weiteres Jahr fortzusetzen. Wer übernimmt die Kosten? „Die teilen wir uns auf, wir finden immer Lösungen, schließlich ist es eine Investition in pädagogische Arbeit. Wir wollen auch in Zukunft die sportliche und die schulische Förderung in Einklang bringen“, so Eckhard Nührig.

Auf die Frage, was der WM-Titel für die Fußballwelt bedeute, antwortete Jens Rehhagel: „Das ist eine Bestätigung der guten Ausbildung in allen Leistungszentren“, so der Sohn von Otto Rehhagel, der mittlerweile „Privatmann“ ist. Ob er ein WM-Spiel mit seinem Vater gesehen habe? „Ja, und Sie werden es nicht glauben, ich habe mich sogar mit meiner Mutter unterhalten“, so der Hannoveraner schmunzelnd.

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