Hannover läuft zur „englischen Woche“ auf: Aufsteiger hat noch kein Gegentor kassiert

Knackt 96 den Kölner Kasten?

Die „Roten“ waren nach der Pleite in Paderborn bedient und wollen heute wieder punkten.

HANNOVER In der Mitte der ersten „englischen Woche“ in der Fußball-Bundesliga muss Hannover 96 heute Abend (20 Uhr) gegen den 1. FC Köln aufs Feld. Rund 40 000 Zuschauer erwarten die „Roten“ zum zweiten Duell in Folge gegen einen Aufsteiger. Nach dem enttäuschenden 0:2 in Paderborn am vergangenen Sonnabend soll gegen die Rheinländer der dritte Heimsieg her.

Der besondere Reiz an dieser Mittwochspartie: Die Kölner sind die einzige Mannschaft im Profifußball, die in dieser Saison noch kein Gegentor kassiert haben. Viermal blieb FC-Keeper Timo Horn ohne Gegentreffer. Allerdings war das Team von Trainer Peter Stöger auch erst bescheidene zweimal erfolgreich.

96-Trainer Tayfun Korkut muss gegen Köln wahrscheinlich umstellen. Manuel Schmiedebach war in Paderborn schon nach knapp einer Stunde wegen Hüftproblemen ausgewechselt worden und droht auch heute auszufallen. Für ihn steht Leon Andreasen bereit, der in Paderborn überraschend pausieren musste. Zusammen mit Neuzugang Ceyhun Gülselam soll er die „Doppel-Sechs“ bilden. Schmiedebach konnte nur „integratives Training“, so Korkut, absolvieren. Auf der linken Verteidiger-Position fehlt Christian Pander. Jetzt hofft Korkut, dass Miika Albornoz zurückkehrt. Der Chilene hat zwar schon wieder mittrainiert, seine Achillessehnenprobleme aber noch nicht gänzlich überwunden.

Einem Mitwirken von Sturmspitze Joselu steht indes wohl nichts im Wege. Nach einer Verletzung aus dem Hamburg-Spiel trat der Spanier am vergangenen Samstag kaum in Erscheinung. Auch Mittelfeldmann Leonardo Bittencourt, der beim Training vom Feld humpelte, dürfte wohl gegen die Kölner auflaufen.

Nachdem 96 bei den Auswärtspartien in Mainz und Paderborn torlos blieb, gilt es, gegen den Neuling mit einem Sieg wieder in die Spur zu kommen. Sportdirektor Dirk Dufner hatte nach dem 0:2 am vergangenen Samstag unverhohlene Kritik geäußert, sprach von fehlendem Willen, Ideenlosigkeit und Entschlossenheit. Eine pikante Note erhält die heutige Partie zusätzlich durch Jörg Schmadtke, der jetzt in Köln Manager ist. Zuvor hatte er maßgeblich am Aufbau des 96-Teams und dessen Einzug in zwei Jahre Europa League mitgewirkt, ehe ihn Unstimmigkeiten mit Ex-Coach Mirko Slomka zum Wechsel an den Rhein bewogen. Am Sonnabend müssen die Hannoveraner dann beim krisengeschüttelten Tabellenletzten VfB Stuttgart antreten. haz/gsd

Kommentare