Hannover 96: Schlechtes Wetter überschattet Vorbereitung in der Türkei

Kaum neue Erkenntnisse

Der erste Test gleicht einer Schlammschlacht: Leonardo Bittencourt im Spiel gegen Istanbul Basaksehir. Fotos: Kaletta

HANNOVER Eigentlich hätten sie angesichts dieser äußeren Umstände fast lieber zuhause bleiben können... Das Trainingslager von Hannover 96 im türkischen Belek stand nämlich bislang unter keinem glücklichen Stern. Die Wetterbedingungen waren teilweise geradezu katastrophal – es regnete und stürmte seit der Ankunft am vergangenen Sonntag fast pausenlos. Erst am ersten freien Nachmittag Mitte der Woche kam die Sonne ein bisschen durch. Doch der nächste Regen wurde von den Wetterfröschen schon avisiert.

So geriet auch der erste Test am Mittwoch zu einer Schlammschlacht. Im Dauerregen trennten sich die „Roten“ und der türkische Erstliga-Vierte Istanbul Basaksehir 0:0. Ein normales Fußballspiel war auf dem regendurchweichten Platz so gut wie unmöglich. Die Erkenntnisse für Trainer Tayfun Korkut hielten sich in engen Grenzen, zumal zur zweiten Halbzeit fast komplett durchgewechselt wurde. Und obendrein gab es auch noch die erste Verletzung: Edgar Prib, der in der bisherigen Saison sowieso schon arg gebeutelt gewesen ist, zog sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu und wird nun erneut einige Wochen aussetzen müssen. Dabei wäre er durchaus ein Kandidat für die linke Seite im ersten Rückrundenspiel am 31. Januar „auf Schalke“ gewesen, weil Hiroshi Kiyotake beim Asien-Cup weilt.

Der zweite Japaner ist endlich in Belek eingetroffen. Hiroki Sakai ist Vater einer Tochter geworden, war bei der Geburt in Tokio dabei. Ob der Rechtsverteidiger bei den folgenden Tests am Sonnabend gegen Young Boys Bern (Schweiz), am 19. Januar (Montag) gegen den tschechischen Champions League-Starter Viktoria Pilsen und kurz vor der Rückkehr nach Hannover am 20. Januar gegen den FC Aarau (Schweiz) dabei ist, wird sich zeigen. Nach wie vor ist Hanover 96 dabei, auf Sakais Position noch einen zweiten Mann zu finden.

Immer wieder in den Schlagzeilen tauchte Lars Stindl während des Trainingslagers auf. Bleibt er oder geht er – das war das vorherrschende Thema. Für nur drei Millionen Euro könnte der Kapitän die Niedersachsen verlassen, doch Stindl weist derlei Gedanken von sich. Schalke, Mönchengladbach, Wolfsburg werden als mögliche Interessenten wiederholt genannt. Für den Fall der Fälle ist sogar schon ein Stindl-Nachfolger ins Gespräch gebracht worden: Werder Bremens Zlatko Junuzovic, dessen Vertrag an der Weser ausläuft. Langeweile kehrt also bei 96 nicht ein – bis auf das gleichbleibend schlechte Wetter in Belek. haz/gsd

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