Hannover heute für den Nordrivalen das „Zünglein an der Waage“

Hilft 96 dem HSV mit einem Sieg in Nürnberg?

Auswärtsspiel: Die Hannoveraner, hier Lars Stindl beim Sieg in Frankfurt, treten heute Nachmittag nicht chancenlos beim 1. FC Nürnberg an. Foto: Kaletta

HANNOVER Wird Hannover 96 heute zum Zünglein an der Waage für den 1. FC Nürnberg? Die „Roten“ sind bei den „Clubberern“ zu Gast, die im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt einen Sieg gegen die Niedersachsen brauchen.

Mit einem Sieg könnte 96 andererseits seinem Nordrivalen Hamburg (heute gegen den FC Bayern) hilfreich zur Seite stehen. Um nicht als Wettbewerbsverzerrer da zu stehen, ist von den Hannoveranern heute noch einmal ein hundertprozentiger Einsatz gefragt. Personelle Experimente verbieten sich daher. Denn schon an der Start-Aufstellung wird sich ablesen lassen, welchen Stellenwert 96 der Partie in Nürnberg beimisst. Fakt ist allerdings, dass Andre Hoffmann nach seiner auf vier Spiele reduzierten Sperre ein letztes Mal fehlt. Marcelo ist ebenfalls nicht dabei, weil er seine fünfte gelbe Karte abbrummen muss. Somit fehlen zwei Innenverteidiger. Trainer Tayfun Korkut hat nun nur Christian Schulz, den zuletzt in Ungnade gefallenen Salif Sané und Christopher Avevor zur Verfügung, für die beiden Positionen im Abwehrzentrum. Wobei Avevor noch nicht eine einzige Minute gespielt hat in dieser Saison.

Doch auch im Angriff muss Korkut erneut umstellen. Didier Ya Konan fällt wegen einer Zerrung aus. Ersetzen soll ihn Artjoms Rudnews, der zum HSV zurückgeschickt wird, von dem er ausgeliehen ist. Mit Toren in Nürnberg kann Rudnews nun dazu beitragen, dass der HSV nicht direkt absteigt. Und auch auf der rechten Abwehrseite wird der 96-Coach umbauen, denn Hiroki Sakai (Probleme mit der Patellasehne) wird geschützt und nicht spielen. Frantisek Rajtoral soll eine neue Chancen bekommen für den Japaner, der zuletzt nur mit Schmerzen eingesetzt werden konnte. Nach der Saison will er noch mit Japan bei der WM in Brasilien für Furore sorgen.

Zurück im Kader sind dagegen Edgar Prib und Leo Bittencourt nach ihren Gelb-Sperren. Zur Startelf dürften sie heute eher nicht zählen. Auch an dem formschwachen Szabolcs Huszti scheiden sich derzeit die Geister. Im Training stand der Ungar jetzt sogar nur in der B-Mannschaft, Tor-Vorlagen kamen zuletzt fast gar nicht mehr. Fraglich, ob sein Vertrag verlängert wird, meinen 96-Experten. Das wiederum sieht bei Leon Andreasen und Schulz weitaus besser aus. Hier wird spekuliert, dass beide ihre Verträge verlängern werden.

Auf ihre Einwechslung in Nürnberg hoffen dürfen die Nachwuchstalente Tim Dierßen und Valmir Sulejmani, die unlängst mit Profiverträgen ausgestattet wurden. Das letzte Spiel in dieser Bundesliga-Saison bestreiten die 96er dann heute in einer Woche zuhause gegen den SC Freiburg. haz/gsd

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