DFB-Pokal

Maximilian Beier lässt Hannover 96 jubeln

Fussballer jubelt
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Was für ein Luftsprung: 96-Stürmer Maximilian Beier lässt sich für seine Tore beim 3:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf feiern.

Hannover - Hörbares Durchatmen bei Trainer, Mannschaft und bei Verantwortlichen von Fußball-Zweitligist Hannover 96 nach dem 3:0 (1:0)-Sieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Ligakonkurrent Fortuna Düsseldorf. Die nur 11 300 Zuschauer in der HDI-Arena hatten endlich einmal Grund, ihr Team zu feiern, und dies taten sie ausgiebig mit lautstarken Gesängen. Pokalheld am Ende war der erst 19-jährige Maximilian Beier, der der Not gehorchend – Lukas Hinterseer hatte sich beim Aufwärmtraining verletzt – für den Österreicher in die Mittelstürmerposition gerückt war.

Erst bereitete er mit einem schönen Doppelpass das 1:0 durch Sebastian Kerk vor, der bei seinem Schuss ins lange Toreck Düsseldorfs Keeper Florian Kastenmeier in der 30. Minute keine Abwehrchance bot. Und in der Nachspielzeit profitierte Meier von dem erst in der 71. Minute für Sebastian Stolze eingewechselten Hendrik Weydandt, der zwei Mal geschickt seinen robusten Körper einsetzte, beim 2:0 in der Nachspielzeit (90. + 3) , als dann noch der ebenfalls eingewechselte Sebastian Ernst den Ball Meier zuspitzelte. Mit einem satten halbhohen Schuss überwand der Ex-Hoffenheimer den Fortunen-Schlussmann. Und in der fünften Minute der Nachspielzeit war es erneut Weydandt, der Beier den Ball zum 3:0 vorlegte. „Das ist ein megageiles Gefühl. Hier so zu treffen, die Reaktion der Fans – das war unbeschreiblich“, meinte der überglückliche zweifache Torschütze nach dem Schlusspfiff.
In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, Das sah auch Düsseldporfs Trainer Christian Preusser so: „Ich finde, dass wir heute in der ersten Halbzeit verloren haben. Wir waren nicht so intensiv in der Partie, wie in den letzten zwei Wochen.“ Nach der 1:0-Führung hatte 96-Verteidiger Julian Börner in der 42. Minute die Riesenchance auf das 2:0, setzte aber völlig freistehend einen Kopfballaufsetzer nach einem Freistoß durch Kerk über das gegnerische Gehäuse. „Ich denke, wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Wir waren sehr ballsicher, haben das Spiel kontrolliert und wenige Fehler in der Vorwärtsbewegung gemacht, haben gutes Pressing gespielt und zur Pause nicht unverdient geführt“, sah 96-Trainer Jan Zimmermann sein Team ebenfalls in den ersten 45 Minuten im Vorteil.
Nach dem Wechsel wurde es ein offener Schlagabtausch, allerdings fehlten weiterhin die Strafraumszenen auf beiden Seiten. Die beste Schusschance hatte noch Düsseldorfs Rechtsaußen Khaled Narey, der aber einen direkten Schuss über das Tor jagte. Und in der sechsminütigen Nachspielzeit, als die meisten schon eine Verlängerung befürchteten, setzte Beier die Schlusspunkte zu einem Sieg, den die 96er und ihre Fans nach vier sieglosen Spielen in der Liga so sehr herbeigesehnt hatten.         wg/gsd

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