Hält das „Sieger-Gen“ auch beim Überraschungs-Aufsteiger SC Paderborn?

Hannover 96 will nicht nur alte Bekannte treffen

Leon Andreasen, Artur Sobiech und Hiroshi Kiyotake wollen, wie gegen den HSV, heute in Paderborn jubeln. Foto: Kaletta

HANNOVER Hält die Erfolgssträhne von Hannover 96 zu Beginn der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga an oder stolpern die „Roten“ ausgerechnet beim frechen Aufsteiger SC Paderborn? Zwei Siege, ein Remis und Saison-übergreifend neun ungeschlagene Spiele haben das Selbstbewusstsein der Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut wachsen lassen. So sind die Aussichten vor dem heutigen Match und dem nächsten Heimspiel am Mittwoch (20 Uhr) gegen den weiteren Aufsteiger 1. FC Köln durchaus vielversprechend.

96-Präsident Martin Kind attestierte Korkut im „kicker“ sogar das „Sieger-Gen“. Hehre Worte, die derzeit sicher passen. Aber wie sieht´s aus, wenn 96 dreimal in Folge verliert? Daran möchten die eingefleischten Fans momentan gar nicht denken.

Dass die Partie in Paderborn eine ganz spezielle wird, steht schon von vornherein fest. Schließlich kennt sich SCP-Coach Andre Breitenreiter als ehemaliger 96-Spieler bei seinem früheren Klub bestens aus. Immer noch wohnt er in Altwarmbüchen vor den Toren der Landeshauptstadt. Dort ist auch Marc Vucinovic ansässig, den Breitenreiter in seiner Zeit als Trainer des TSV Havelse schätzen gelernt und dann mit nach Ostwestfalen genommen hat. Vucinovic, der nach einer Verletzung in Braunschweig bis in die Bezirksliga abgestiegen war, freut sich natürlich ganz besonders auf das Duell mit den 96ern.

Genauso ist es bei Paderborns Moritz Stoppelkamp. Er erlebte zu Beginn seines 96-Engagements gute Zeiten, stürmte mit Spielern wie Stindl und Schmiedebach bis in die Europa League. Doch auch verletzungsbedingt kam er später kaum noch zum Zuge, wechselte zu 1860 München und nun nach Paderborn. „Ein besonderes Spiel“, sei diese Partie mit seiner Vergangenheit für ihn, sagt Stoppelkamp, der 44 seiner 47 Erstliga-Einsätze für Hannover bestritt.

Bei 96 ist aber noch nicht endgültig geklärt, wer auf der linken Außenverteidiger-Position auflaufen kann. Christian Pander, der beim 2:0 gegen den HSV wegen fiebriger Grippe fehlte, war noch nicht wieder ganz im Vollbesitz seiner Kräfte. Und den chilenischen Neuzugang Miika Albornoz plagten unter der Woche Achillessehnenprobleme, er musste sogar ganz mit dem Training aussetzen. Die Alternative hinten links wäre Christian Schulz, für den dann wohl der lange verletzte Brasilianer Felipe in die Innenverteidigung zu seinem Landsmann Marcelo rücken würde.

Übrigens sind beide Teams noch ungeschlagen. Der SCP holte in der Benteler-Arena bisher nur zwei Unentschieden. 96 spielte in Mainz ebenfalls Remis. haz/gsd

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