2. Bundesliga

Herber Rückschlag für Hannover 96

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Immanuel Hoehn erzielt in dieser Szene den ersten Treffer für Sandhausen.

Hannover - Schon wieder ein Rückschlag für Hannover 96: Gegen den SV Sandhausen verloren die „Roten“ vor    10 000 Zuschauern in enttäuschender Manier mit 1:2 (0:0). Die kleine Serie von zwei Zu-Null-Siegen misslang gegen den vermeintlichen Underdog grundlegend.

96-Trainer Jan Zimmermann stellte gegenüber den vergangenen beiden Siegen nur einmal um, brachte Franke für den Slowenen Krajnc in der Innenverteidigung. Sandhausens neuer Coach Alois Schwartz rotierte dagegen kräftig, beorderte sechs neue Akteure in die Anfangsformation. Die ersten Minuten glichen der vielzitierten Abtastphase, beide Teams hielten sich noch zurück mit ihren Offensivaktionen. Der nachverpflichtete Beier hatte nach 21 Minuten die erste Möglichkeit, doch sein Schuss strich knapp über den Querbalken.
Die 96er hatten mehr Ballbesitz, dominierten deshalb auch optisch. Aber es kam nichts dabei rüber. In der 28. Minute verlor Sebastian Ernst einen Schuh, reklamierte einen Elfmeter, doch nach Videobeweis entschied sich Schiedsrichter Patrick Alt dagegen. Nur gut 60 Sekunden später setzte Sandhausenes Ritzmeier eine Flanke auf die Latte des Hannover-Gehäuses – da wäre Torwart Ron-Robert Zieler nicht herangekommen. Doch auf der anderen Seite gab es einen Alu-Treffer. Ernst setzte sich an der Strafraumgrenze durch, zog mit links aus der Drehung ab, doch der Ball prallte vom rechten Pfosten weg. Bis zur Pause eine recht muntere erste Halbzeit, bei der allerdings eben die Tore fehlten.
Nach Wiederbeginn hatte Lukas Hinterseer die erste Chance für die Hannoveraner (50.). Der junge Beier verpasste das 1:0 bei einem Kopfball. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften über die mittlere Phase der zweiten Halbzeit. 
Coach Zimmermann brachte unter anderem Hendrik Weydandt und Dominik Kaiser auf den Platz. Das Ganze, nachdem die Gäste in Führung gegangen waren: Emanuel Höhn drückte einen Querschläger von Sandhausens Sicker aus abseitsverdächtiger Position aus sechs Metern über die Linie – 0:1 (73.).
Ein Schlag ins Kontor für die Roten! Und der nächste folgte nur wenige Minuten später. Bei einem weiten Befreiungsschlag der Sandhäuser waren sich der herausgelaufenen 96-Keeper Ziler und Marcel Franke nicht einig. Zieler versuchte den Ball mit der Brust zu stoppen, was ihm misslang. Davon profitierte Keita-Ruel, der den Ball aus mehr als 25 Metern ins leere Hannover-Tor schoss.
Vier Minuten später gelang Kaiser wenigstens noch der Anschlusstreffer, als er von der Strafraumgrenze abzog und der Ball zum 1:2 links im langen Eck einschlug. Danach spielte 96 Powerplay wie im Eishockey, doch die Sandhäuser Defensive ließ keinen Gegentreffer mehr zu. Weydandt hatte die letzte Möglichkeit, doch auch daraus wurde nichts. Nach drei Pleiten war es der erste Dreier für die Kurpfälzer mit dem neuen Trainer.         haz/gsd

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