2. Bundesliga

96 unterliegt effektiven Rostockern

Fussballer mit Ball
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Jannik Dehm (r.), hier mit dem Rostocker Bentley Baxter Bahn, wird in der 80. Minute eingewechselt – da war die Partie bereits entschieden.

Hannover - Nach der starken zweiten Halbzeit beim 1:1 in Bremen gegen Werder zum Auftakt der zweiten Fußball-Bundesliga ist die 0:3 (0:1)-Blamage von Hannover 96 gegen den Aufsteiger Hansa Rostock im ersten Heimspiel vor 13 600 Zuschauern kaum zu erklären. Ist es ein Rückfall in Zeiten, die man zu überwinden glaubte, die zu einer schwachen vorherigen Saison mit finalem Platz 13 geführt hat?

Mit der Hiobsbotschaft, warum Linton Maina nicht auf dem Spielerbogen stand, rückte der neue 96-Trainer Jan Zimmermann erst auf der Pressekonferenz raus. „Er ist positiv getestet worden“, so Zimmermanns kurze Erklärung. Ob allerdings ein Mitwirken des flinken Außenstürmers diese Niederlage verhindert hätte, gehört ins Reich der Spekulation. Zumindest suchte der 96-Coach nach Erklärungen: „Wir waren zu kompliziert, waren nicht geradlinig, nicht zwingend genug“. Und vor allem im gegnerischen Strafraum viel zu harmlos. Nicht eine gefährliche Torszene brachten die Gastgeber zustande. Die Schüsse auf das Rostocker Tor glichen somit eher Rückgaben zu Gästetorwart Markus Kolke. Wenn überhaupt, hätte Rostocks Damian Roßbach für die 96-Führung sorgen können, als er eine Flanke von Sebastian Ernst fast ins eigene Gehäuse gelenkt hätte (12. Minute).
Die rund 1 000 Hansa-Fans wurden nach 20 Minuten schon lauter, weil ihr Team die Anfangsphase der Hannoveraner – „wir sind gut ins Spiel gekommen“, so Zimmermann – schadlos überstanden hatte und in der Schlussphase der ersten Halbzeit nunmehr auch das Heft des Handelns übernahm. Zwar konnte 96-Keeper Ron Robert Zieler noch einem Kopfball von Streli Mamba reaktionsschnell abwehren (39.). Doch nach einem Eckball nur eine Minute später war es Hanno Behrens, der mit einem Schuss aus 13 Metern ins obere lange Toreck Zieler keine Abwehrchance ließ. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, meinte ein nachvollziehbar zufriedener Hansa-Trainer Jens Härtel. Denn nach dem Seitenwechsel war gerade mal eine Minute vergangen, als John Verhoek nach einem langen Einwurf halbhoch ins lange Toreck die 2:0-Führung für die Gäste erzielte.
96-Trainer Zimmermann hatte zur zweiten Halbzeit gewechselt, für den leicht angeschlagenen Simon Falette war Marc Lamti gekommen und für den indisponierten Sebastian Kerk kam Philipp Ochs, der allerdings keine neuen Impulse im Mittelfeld setzen konnte. Und Lamti? Der erst 20-jährige tunesische Nationalspieler ließ in der 61. Minute erst Mamba laufen, dessen Schuss Zieler zur Ecke ablenken konnte. Und in der Nachspielzeit lud er Nic Omladic noch zum 3:0 ein, als dieser sich den von Lamti zu weit vorgelegten Ball schnappte und Zieler mit einem Lupfer überwand. „Wir waren sehr effektiv“, meinte der Rostocker Coach Jens Härtel. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. wg/gsd

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