Hannover 96 und Trainer Kocak: Neuer Vertrag bahnt sich an

„Gutes und konstruktives Gespräch”

Hannover 96 - Corona Virus
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Die 96-Profis sind aktuell in Quarantäne und auf dem Trainingsgelände herrscht absolute Ruhe. Die drei Reha- und Athletiktrainer Tobias Stock, Timo Rosenberg und Dennis Fischer haben einen Trainingsplan für die eigenen vier Wände erarbeitet.

Hannover – Die Corona-Krise hat auch Hannover 96 voll im Griff. Die Mannschaft des Fußball-Zweitligisten ist wegen zweier Fälle noch bis zum Donnerstag in Quarantäne, Timo Hübers und Jannes Horn hatten sich infiziert. Seitdem ist nur noch individuelles Training möglich, die meisten Spieler haben von Team-Helfern sogar Fahrrad-Ergometer und dergleichen nach Hause geliefert bekommen. Sportlich stand bei den Landeshauptstädtern zuletzt die Vertragsverlängerung von Cheftrainer Kenan Kocak im Blickpunkt.

Der aus Mannheim stammende Coach hat die „Roten“ wieder in die Spur gebracht. Eine Unterschrift gab es zwar noch nicht, doch am Freitag hatten alle Beteiligten erneut Absichtserklärungen abgegeben. Im Hotel Kokenhof in Großburgwedel wurde über die Zukunft gesprochen, Profi-Chef Martin Kind, Kocak, Sportchef Gerhard Zuber, der Kaufmänische Leiter Frank Baumgarten und Tobias Brinkmann (zuständig für Personalwesen) nahmen an der Runde teil. Kind bezeichnete das Gespräch als gut und konstruktiv, man will die Vertragsgespräche alsbald beenden – am besten eben mit einer Unterschrift von Kocak. Derartige (Trainer-)Verträge dauern heutzutage aber, auch Formalitäten für den Fall einer Trennung oder eine Aufstiegsprämie gilt es zu regeln. Dazu passen auch so große Worte von Kind, in der kommenden Saison um den Aufstieg mitzuspielen. Unterdessen betonte Martin Kind mehrfach, dass man wirtschaftlich „voll handlungsfähig“ bleiben werde. Allerdings gehe er nicht davon aus, dass im April wieder gespielt werde. Wenn dies im Mai der Fall wäre, hielte er es schon für überraschend. Indes redet Kind auch bei einem eventuellen Abbruch der Saison nicht drumherum: Dann würde er mit einem Verlust von rund zehn Millionen Euro rechnen. Wobei dann auch ein möglicher Gehaltsverzicht der Profis aktuell werden würde. Dazu wolle man sich einen Überblick bei den Akteuren verschaffen. Wie es weitergehe, sei völlig unklar. Man müsse man auch das Innenministerium dazu konsultieren. Martin Kind hofft, dass zumindest „Geisterspiele“ in Zukunft ausgetragen werden können. Nur so sei gewährleistet, dass die nächste Rate der TV-Gelder ausgezahlt wird. Ohne sie sieht Kind große Probleme auf alle Klubs zukommen. Eine Solidaraktion besonderer Art haben sich Fans von Hannover 96 ausgedacht: Sie boten Menschen Hilfe an, die sich momentan nicht in der Öffentlichkeit bewegen sollen. Einkäufe, Botengänge und selbst Gassigehen mit dem Hund werden angeboten, hieß es in einem in sozialen Netzwerken verbreiteten Flugblatt. 

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