Ein „Negativ-Sog“ soll heute mit aller Macht verhindert werden

Hannover 96 stemmt sich in Mainz gegen Rückfall

Leon Andreasen, Mame Diouf, Jan Schlaudraff, Leonardo Bittencourt und Lars Stindl wollen wie gegen Gladbach jubeln und die Schalke-Pleite vergessen machen. Foto: Kaletta

HANNOVER Rückschlag oder Rückfall? Diese Frage wird bei Hannover 96 schon heute Abend (20.30 Uhr) im zweiten Auswärtsspiel in Folge beim FSV Mainz 05 beantwortet. Nach dem 0:2 „auf Schalke“, wo die „Roten“ praktisch ohne Chance waren, wäre eine weitere Auswärtspleite ein Rückfall in schlechte Zeiten. Bei einem Unentschieden oder gar Sieg wäre die Partie bei den Königsblauen wohl nur ein Rückschlag gewesen.

So versucht der neue Coach Tayfun Korkut, alles auf Mainz zu fokussieren. Verlieren die Hannoveraner beim Mainzer „Karnevalsverein“ droht schon wieder eine Talfahrt in der Tabelle, in der die „Roten“ als Zehnter (24 Punkte) derzeit so etwas wie der Spitzenreiter der unteren Hälfte bei sechs Zählern Rückstand auf Mainz (30) sind.

So sprach Korkut schon von einem wegweisenden Spiel nach dem besten Rückrundenstart aller Zeiten mit den beiden 3:1-Erfolgen in Wolfsburg und gegen Gladbach. Zweifellos aber ist weitaus mehr Mumm in Mainz vonnöten als in Schalke. Er habe aber schon im Training eine Reaktion auf den schwachen Auswärts-Auftritt gesehen.

Man habe sich nicht vorgenommen, innerhalb von nur sechs Tagen diese beiden Auswärtsspiele zu verlieren, warf der momentan heftig erkältete Sportdirektor Dirk Dufner in die Diskussion ein. Zu leicht könne 96 in einen „Negativ-Sog“ kommen, zumal es in den kommenden Heimspielen gegen München, Leverkusen und Dortmund gehe.

Große Umstellungen wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Die Formation, auf die Korkut zuletzt vertraute, hat sich weitestgehend bewährt. Wobei es zum Beispiel mit Leon Andreasen einen „Härtefall“ gibt. Der Däne war nach seiner langen Verletzten-Geschichte unter Mirko Slomka meistens unter den Top-Elf, doch nun muss er überwiegend die Bank drücken, weil Korkut Lars Stindl und Manuel Schmiedebach vorzieht. Da ist offen, ob Andreasen nächste Saison überhaupt noch für die „Roten“ spielt.

Gar nicht spielen kann gegenwärtig der wie Andreasen in die zweite Reihe verschwundene Salif Sané. Bei ihm wurde ein Beckenschiefstand diagnostiziert. Zurück im Team-Training ist dafür Artur Sobiech. Der Pole, der dieses Jahr noch kein Pflichtspiel bestritten hat, hat seine Achillessehnenprobleme überwunden. Für die heutige Partie in Mainz, in der Tayfun Korkut wieder Diouf und Rudnews als Spitzen vertrauen dürfte, ist der Stürmer aber noch kein Thema. haz/gsd

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