2. Fußball-Bundesliga

Hannover 96 schrammt knapp am Sieg in Bremen vorbei

Spieler beim Einlaufen ins Stadion
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Schon beim Einlaufen ins Bremer Stadion zeigen sich die Hannoveraner (rote Trikots) selbstbewusst.

Hannover - Hannover 96 hat zum Auftakt in der zweiten Fußball-Bundesliga ein 1:1 (0:0) bei Bundesliga-Absteiger Werder Bremen geschafft. Die Krönung eines Sieges, der durchaus verdient gewesen wäre, blieb dem Team des neuen Trainers Jan Zimmermann vor 14 000 Zuschauern verwehrt.

„Wir hätten ein 2:1 mitnehmen können“, meinte Zimmermann und lehnte sich damit keinesfalls zu weit aus dem Fenster. Denn was seine Mannschaft vornehmlich nach dem unglücklichen Eigentor von Simon Falette, der das Spielgerät nach einem Eckball von Niklas Schmidt per Kopf ins eigene Tor bugsierte, zeigte, war aller Ehren wert und hätte mit drei Punkten belohnt werden müssen. So meinte denn auch Werder-Trainer Markus Anfang: „Mit diesem einen Punkt müssen wir zufrieden sein.“
Die Gäste, in deren Startformation mit Sebastian Kerk, Sebastian Stolze und auch Sebastian Ernst alle drei Neuverpflichtungen standen, zeigten von Beginn an eine couragierte Leistung. „Wir wollen mutig spielen“, hatte Zimmermann denn auch von seiner Elf gefordert. Erste Bewährungsprobe für 96-Keeper Ron Robert Zieler nach acht Minuten, als er einen Distanzschuss des Japaners Yuya Osako zur Ecke abwehren konnte. In der 25. Minute erster Warnschuss von Florent Muslija, dessen Schuss aus 22 Metern auf dem Bremer Querbalken landete.
Den stärkeren Beginn nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber, doch Schmidt scheiterte in der 47. Minute am Außennetz. Eine Minute später verhinderte Zieler erneut gegen Osako den 0:1-Rückstand, der aber wiederum nur eine Minute später unglücklich fiel. 96 zeigte sich dadurch keinesfalls beeindruckt, sondern nahm in der Folgezeit das Heft in die Hand und kam zum verdienten 1:1-Ausgleich (56.). Einen Traumpass des starken Außenverteidigers Sei Muroya nahm Marvin Ducksch auf und lupfte das Leder gekonnt über Bremens Keeper Michael Zetterer in die Maschen. 
In der 80. Minute eine Riesenchance für den eingewechselten Linton Maina, dessen Schuss Ömer Toprak im letzten Moment zur Ecke abblocken konnte. Nur zwei Minuten später eine weitere Möglichkeit, doch Ducksch verfehlte nach einem tollen Zuspiel des starken Maina das Werder-Gehäuse nur ganz knapp. Ducksch (84.) und Hendrik Weydandt (85.) hatten noch den Siegtreffer auf dem Fuß – verdient wäre er allemal. „Es wäre verdient gewesen, wenn wir das Spiel von hinten heraus gewonnen hätten“, meinte auch der 27-jährige Ducksch nach einer hinreißenden zweiten Halbzeit der 96er. „Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Die erste Halbzeit war dann recht ausgeglichen. Wir haben nach dem 0:1 eine tolle Reaktion gezeigt, vergeben ein, zwei Chancen, machen dann aber den Ausgleich“, war Zimmermann mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden. „1:1 gegen Bremen vor einer guten Kulisse zu spielen, das war ein schönes Erlebnis“, meinte Neuzugang Stolze.    wg/gsd

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