Verdienter 2:0-Auswärtssieg beim Abstiegskandidaten in Nürnberg

Hannover 96 leistet Nordclubs Schützenhilfe

Artjoms „Rudi“ Rudnevs (r.) zeigt in Nürnberg seine Qualitäten als Vorbereiter. Fotos: Zwing

HANNOVER Hannover 96 ist dabei, sich aus dieser bisher eher mäßigen Saison in der Fußball-Bundesliga doch noch mit Anstand zu verabschieden und so die Fans, die so häufig von ihren Lieblingen enttäuscht wurden, noch einigermaßen zu versöhnen. Beim akut abstiegsgefährdeten 1. FC Nürnberg gewann die Mannschaft von Trainer Taifun Korkut mit 2:0.

Damit haben die „Roten“ am letzten Spieltag zu Hause gegen den FC Freiburg die Chance, diese 51. Spielzeit auf dem zehnten Tabellenplatz zu beenden.

Geht der Blick nur vier Wochen zurück, dann sah es noch so aus, als könnten die Hannoveraner mit in den Abstiegsstrudel gerissen werden. Mit einem 2:1-Erfolg gegen den Nordrivalen Hamburger SV und einem 3:2-Sieg bei Eintracht Frankfurt beseitigten die „Roten“ aber sämtliche Zweifel und haben nun sogar vor dem letzten Spieltag einen Vorsprung auf dem Relegationsplatz von zwölf Punkten.

Und ausgerechnet den niedersächsischen Erzrivalen Eintracht Braunschweig hielten die 96er mit dem Sieg beim Vorletzten Nürnberg am Leben, so dass die Braunschweiger gar noch vom Relegationsplatz träumen können, wenn sie denn in Hoffenheim am kommenden Sonnabend gewinnen sollten und die Konkurrenz aus Hamburg und Nürnberg erneut patzt. Hätten die Franken allerdings gegen Hannover gewonnen, stünde die Eintracht aus Braunschweig als erster Absteiger seit Sonnabend fest.

In Nürnberg gerieten die Gäste nie ernsthaft in Gefahr, diese Partie nicht gewinnen zu können. Von Beginn an stellten die Niedersachsen das bessere Team und nutzten bereits nach fünf Minuten einen dicken Patzer von Mike Frantz, der an der Mittellinie einen Pass in die Füße von Szabolcs Huszti spitzelte. Der Ungar spielte danach mit Hamburgs Leihgabe Artjoms Rudnevs Doppelpass und ließ Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer bei der Führung der 96er keine Abwehrchance.

Auch nach dem Wechsel war kein Aufbäumen der Gastgeber spürbar. Vielmehr konnten die Hannoveraner nach Lust und Laune ungestört kombinieren. So war es erneut Rudnevs, der mit einem Pass Manuel Schmiedebach auf die Reise schickte. Der lief drei Nürnberger Verteidigern davon, umkurvte auch noch Schäfer und schob aus halbrechter Position das Leder flach ins lange Toreck zum 2:0 (51.). Ausgerechnet Schmiedebach – dem kleinen Mittelfeldspieler gelang in seinem mittlerweile 120. Bundesligaspiel sein überhaupt allererstes Tor. wg/gsd

Kommentare