Hannover 96 will Abschwung am Millerntor beenden

Bloß keine Nullnummer bei St. Pauli

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Marcel Franke, Marc Stendera, Athletiktrainer Tobias Stock und Dennis Aogo beim Training

Hannover ­– Wie soll Hannover 96 nur die Kurve kriegen? Nach dem siebten sieglosen Heimspiel gegen Darmstadt (1:2) stehen die Zeichen auf „Alarmstufe Rot“! Passt ja irgendwie bei den „Roten“. Am  Sonnabend geht es nun weiter beim FC St. Pauli, trotz des  Abschwungs fahren 3000 Fans mit.

Gegen die Wertung des 1:2 gegen die Hessen haben die 96er jetzt Protest eingelegt. Vor Marc Stenderas vermeintlichem 2:2 hatte Schiedsrichter Thomsen den Ball abgefälscht. Da der Referee aber nicht mehr „Luft“ ist wie früher, wurde der „Phantom-Ausgleich“ zurückgenommen; wenig später sah Stendera auch noch Gelb-Rot. Eine konkrete Begründung lieferte 96 nicht. Jetzt wird das DFB-Sportgericht den Fall aufgreifen und dann entscheiden. Unterdessen deutet sich an, dass die 96er nun doch im Winter personell nachlegen. „Wenn die Erkenntnis am Ende der Hinrunde ist: Wir müssen etwas tun – dann werden wir etwas tun“, hatte Profi-Boss Martin Kind Mitte der Woche verlauten lassen. Wie inzwischen wohl auch der eingefleischteste 96-Fan mit bekommen hat, reicht die derzeitige personelle Besetzung nicht aus. Vielmehr ist 96 in akute Abstiegsgefahr gerückt – dies zu verleugnen, hieße, die Augen vor den Tatsachen zu verschließen. In diesem Zusammenhang ist nun auch Manager Jan Schlaudraff in die Kritik gerutscht. Er war als „Manager-Lehrling“ angedacht – dann wurde der Ex-Spieler auch aus Kostengründen zum Verantwortlichen. Und nicht alle Personal-Entscheidungen darf man als gelungen bezeichnen.

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