Langeweile ausgeschlossen

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Im Hinspiel, hier Sebastien Pocognoli im Duell mit Hoffenheims Firmino, musste sich Hannover mit 1:4 geschlagen geben. Ein solches Ergebnis soll heute unbedingt vermieden werden

HANNOVER - Und jetzt ausgerechnet Hoffenheim! Bei den „Spektakel-Künstlern“ aus dem Kraichgau muss Hannover 96 heute in der Fußball-Bundesliga antreten. Allein das Torverhältnis der TSG 1899 spricht Bände: 57 Tore geschossen – 58 Treffer kassiert, beim Team von Trainer Markus Gisdol ist immer etwas los, Langeweile ausgeschlossen.

Angesichts der gegenwärtigen Situation kann dies für die "Roten" kaum etwas Gutes bedeuten. Nach dem 3:0 in Berlin ernüchterte das 0:3 gegen Dortmund am vergangenen Samstag sofort wieder alle Ober-Optimisten. Mit den derzeit 29 Punkten ist Hannover denn auch längst noch nicht aller Abstiegssorgen ledig. Klappt es da nun ausgerechnet in der "Ballerbude Hoffenheim"?

Nachdem es mit einem Comeback von Artjoms Rudnews (Prellung im Sprunggelenk und Fleischwunde aus dem Berlin-Spiel) gegen Dortmund nichts wurde, hofft 96-Trainer Tayfun Korkut nun, den Letten in Hoffenheim als Spitze bringen zu können. Als absolut sicher erscheint sein Einsatz aber nicht. Didier Ya Konan hat immer noch Trainingsrückstand, er soll in etwa zwei Wochen wieder voll belastbar sein. So wird also das Personal-Puzzle von Korkut heute weitergehen.

Lars Stindl würde hinter der einzigen Spitze Rudnews der Kandidat für die rechte Seite sein, Leo Bittencourt und Szabolcs Huszti spielten in der Mitte bzw. auf der linken Seite. Auf zwei "falsche Neuner" wie gegen Dortmund hat man bei 96 jedenfalls keine Lust mehr.

Sportdirektor Dirk Dufner fände das "doof", er plädiert wenn es irgendwie geht für eine klare echte Sturmspitze. Auf den anderen Positionen im Team dürfte es wohl kaum gravierende Änderungen geben. Interessiert wird man bei 96 heute auch die Duelle zwischen Hamburg und Freiburg sowie Nürnberg und Stuttgart verfolgen, die hinter den "Roten" gegenseitig die Punkte abnehmen. Umso wichtiger wäre es daher, wenn das Korkut-Team seine Chance in Hoffenheim beim Schopf ergreift und auf einen Tag hofft, an dem es mal kein Torspektakel bei den Kraichgauern gibt.

P.S.: Hannover 96 sieht sich offenbar schon nach einem weiteren Innenverteidiger um. Im Gespräch soll jetzt Gray Kagelmacher sein. Er stammt aus Urugay, hat aber einen deutschen Vater. der 25-jährige 1,83 meter große Abwehrprofi gehört dem AS Monaco bis 2015, ist aber in der französischen Liga an den FC Valenciennes ausgeliehen. Der mögliche Neuzugang kostet zwei Millionen Euro. - haz/gsd

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