0:4-Pleite in Heidenheim und Rot für Franke

Schwarzer Tag für die Roten

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Heidenheim jubelt nach der 1:0-Führung, Enttäuschung bei Hendrik Weydandt-

Hannover – Diesen Tag hatte sich Hannover 96 ganz anders vorgestellt. Am zehnten Todestag vom früheren Torhüter Robert Enke gab es vor 11 100 Zuschauern eine desillusionierende 0:4 (0:1)-Pleite beim 1. FC Heidenheim.

Vorm Anpfiff gab es die vereinbarte „GedENKE-minute“ für den zehnjährigen Todestag vom verstorbenen Torwart Robert Enke. Die 96er trugen T-Shirts mit einem Enke-Bild, traten ganz in Schwarz an. Gecoacht wurde das Team nach der Trennung von Mirko Slomka von dessen Co-Trainer Asif Saric. Der Start ins Spiel für 96, das Torwart Ron-Robert Zieler und Waldemar Anton wieder dabei hatte? Alles andere als nach Wunsch! Heidenheims Arne Feick passte den Ball ans linke Eck vom Fünfmeterraum, wo ihn Tim Kleindienst per Kopf nach nur 124 Sekunden über die Linie drückte – ein Fehler von Rechtsverteidiger Julian Korb, der seinen Kopf einzog. Klassischer Fall von „kalt erwischt“! Erst langsam rappelte sich 96 auf, kam nach 24 Minuten durch Ducksch zur ersten Chance und 120 Sekunden später zur zweiten: Wieder war Ducksch beteiligt, den Abpraller setzte Miiko Albornoz an den linken Innenpfosten – Pech. Hannover bestimmte nun die Partie, der FCH verlegte sich auf Konter. Aber die „Roten“ machten nichts aus ihrer Dominanz. Wie der Spielauftakt missriet den Hannoveranern auch der Start in die zweite Halbzeit. Wieder war es Kleindiens, der den Ball nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum 2:0 (49.) über die Torlinie drückte. Und es kam noch schlimmer: Marcel Franke stieß Kleindienst als letzter Mann von hinten um – klare rote Karte und Foulelfmeter, den Heidenheims Kult-Spieler Marc Schnatterer links unten zum 3:0 (53.) verwandelt. Torwart Zieler war fast noch dran. 96 stand schwer unter Druck, Heidenheim kam zu weiteren Tormöglichkeiten. Und zu einem weiteren Treffer: Eine Linksflanke drückte Griesbeck zum 4:0 (70.) über die Linie, keine Chance für Zieler. Ein trauriger Tag für 96 – in allen Beziehungen. 96-Kapitän Marvin Bakalorz: „Wir haben die 2. Liga noch nicht angenommen. Keiner bei uns will arbeiten.“ Was für eine Aussage des Kapitäns nach 13 Saisonspielen! Für 96 war darüberhainaus schon der fünfte Platzverweis in dieser Spielzeit. 22 Gegentore nach 13 Spielen gab es zudem zulertzt vor 29 Jahren. Nun bleibt abzuwarten, wann 96 in der Länderspiel-Pause den Nachfolger von Slomka vorstellt. Der Schweizer Alex Frei (früher Stürmer in Dortmund) hatte Ende vergangener Woche abgesagt. 96 war ihm wohl nicht „sexy“ genug. Das nächste 96-Heimspiel steigt am 25. November (Montag, 20.30 Uhr) gegen Darmstadt. haz/gsd

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