Hannover 96 und VfB Stuttgart trennen sich 2:2

Versöhnlicher Abschluss des Jahres

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Ein Gruß vom Weihnachtsmann und dem 96-Fanblock an alle Anhänger der Roten.

Hannover – Zu Beginn der Rückrunde in der zweiten Liga trennten sich die Bundesliga-Absteiger Hannover 96 und der VfB Stuttgart mit 2:2 (1:0) in einem Spiel, dass durchaus Erstliga-Charakter besaß. Die Art und Weise, wie vor allem die Niedersachsen zu diesem Punkt kamen, macht Hoffnung.

Gleichwohl brachte 96-Torwart Ron-Robert Zieler das bisherige Manko seines Teams auf den Punkt: „Es fehlt uns in der gesamten Hinrunde an Konstanz. Wir bräuchten die erste Halbzeit von heute und die zweite Halbzeit aus Bochum, dann wäre alles gut.“ Dennoch habe sich gezeigt, was mit dieser Mannschaft möglich sei. „Die Mannschaft lebt“, so Zieler. In der Tat war das, was die Gastgeber den 35 200 Zuschauern in der HDI-Arena boten, Fußball vom Feinsten. „Eine fantastische Leistung meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. Darauf können wir im weiteren Verlauf der Rückrunde aufbauen“, schwärmte 96-Trainer Kenan Kocak, der das Team umgekrempelt, Marvin Ducksch, Marc Stendera und auch Jannes Horn in die Anfangsformation gestellt hatte. „Minimum wäre ein 3:0 zur Pause gewesen“, meinte 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff. Doch die 1:0-Führung durch Marvin Ducksch in der 13. Minute konnte trotz riesiger Chancen durch unter anderem Linton Maina (34.) oder auch Hendrik Weydandt nicht ausgebaut werden. 96 war zielstrebiger, suchte immer wieder die Lücken in der löchrigen VfB-Defensive. Doch nach nur elf Sekunden zu Beginn der zweiten Halbzeit war es der gerade eingewechselte Nicolas Gonzalez mit seiner ersten Ballberührung, der diese Partie mit dem 1:1-Ausgleich auf den Kopf stellte. „Das war schon ein Genickschlag für uns, von dem wir uns erst einmal erholen mussten“, meinte Kocak. Und als auch noch Silas Wamangituka nach 63 Minuten auf 2:1 für die Gäste stellte, wähnten sich zumindest die 96-Fans im falschen Film. Doch da rächte sich, dass die Hannoveraner nicht bis zur Pause ein 2:0 vorgelegt hatten. In der 63. Minute hatte 96 gewechselt. Für den ausgepumpten Marc Stendera kam Edgar Prib. Und nachdem Gonzalez zuvor ein Jokertor gelungen war, gab es durch Prib das zweite Jokertor. Prib überwand nach 74 Minuten Stuttgarts Keeper Fabian Bredlow mit einem Schuss von der Strafraumgrenze flach ins kurze Toreck zum 2:2. In der Folgezeit lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, den beide Mannschaften letztlich für sich auch noch hätten entscheiden können. „Mit der Leistung und dem Engagement der Spieler bin ich sehr zufrieden. Es war ein weiterer Schritt nach vorn“, meinte Schlaudraff, der gleichermaßen für die weitere Rückrunde Konstanz anmahnte. Gleichwohl war es die bisher beste Saisonleistung, die die 96er gezeigt hatten. Und es zeigt sich mehr und mehr, dass der Nachfolger von Mirko Slomka eine positive Wendung bei den Roten eingeleitet hat. wg/gsd

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