Szalai und Almeida fallen heute gegen Dortmund aus

Hannover 96 droht eine Sturmflaute

Zwar können die 96er im Hinspiel jubeln, am Ende siegt Dortmund mit 4:2. Fotos: Zwing, Kaletta

HANNOVER Eigentlich ist Dortmund für Hannover 96 ein gutes Omen: In der vergangenen Saison gewannen die „Roten“ bei den Borussen in deren damaliger Krise völlig überraschend und glücklich mit 1:0. Torschütze seinerzeit: Hiroshi Kiyotake mit einem schönen Freistoß. Doch die schönen Erinnerungen zählen jetzt überhaupt nichts mehr.

Am heutigen Sonnabend um 15.30 Uhr muss das Team von Trainer Thomas Schaaf wieder in Dortmund antreten – unter völlig anderen Vorzeichen. Für 96 geht es im Abstiegskampf in jedem Spiel um alles. Dass nun ausgerechnet beim Tabellenzweiten mit den meisten Toren (52 in 20 Spielen) etwas herausspringt, glauben wohl nur die 250-prozentigen Optimisten.

Zusätzlich zum Angst einflößenden letzten Platz in der Fußball-Bundesliga wird 96 auch noch weiterhin gehandicapt sein. So werden gleich mehrere Spieler verletzungs- und krankheitsbedingt ausfallen, was die Situation noch schwieriger macht als sie ohnehin schon längst ist. Die beiden Stürmer-Neuzugänge Hugo Almeida und Adam Szalai werden aller Voraussicht nach nicht zur Verfügung stehen. Almeida hat einen Infekt, Szalai zog sich einen Muskelfaserriss zu. Auch Kapitän Christian Schulz fällt aus, weil ihn eine Magen-Darm-Grippe plagt. Zudem fehlen Leon Andreasen, Oliver Sorg, Charly Benschop und Felix Klaus.

„Szalai wird wohl zwei Wochen pausieren müssen“, befürchtet 96-Coach Schaaf. So muss der neue Trainer, der bislang dreimal verlor, sein Team erneut umstellen müssen, wodurch sich für Artur Sobiech im Angriff eine neue Chance ergibt. Vielleicht könnten nun eben andere Akteure etwas bewirken, meinte Schaaf. Sobiech hatte im Hinspiel bei der 2:4-Heimpleite der „Roten“ gegen Dortmund zweimal getroffen. Auch im Rückspiel gelten die Hannoveraner nun als absoluter Außenseiter.

Schaaf bezeichnet die Aufgabe bei Borussia als sehr schwer, weil das Team von Coach Thomas Tuchel fast gar keine Schwächen zeige. Von seiner eigenen Mannschaft fordert Schaaf noch mehr Aktivität und mehr Zweikampfstärke.

Zu allem Überfluss wird es eben wohl auch nichts mit einem Comeback von Hiroshi Kiyotake. Der kleine Japaner ist nach erneutem Haarriss im Mittelfuß immer noch nicht wieder zu 100 Prozent fit. Als fast einziger Ideengeber und Kreativkraft wird der Mittelfeldmann schmerzlich vermisst.

So wird Schaaf wohl zur alten „Tannenbaum-Taktik“ zurückkehren: Vorn Sobiech, dahinter Kenan Karaman und Uffe Bech, in der Mitte Salif Sané, der wieder zurückgezogenen Manuel Schmiedebach und Ceyhun Gülselam sowie hinten Edgar Prib (links), Felipe (als Schulz-Vertreter), Neuzugang Alexander Milosevic und Hiroki Sakai auf der rechten Seite vor Torwart Ron-Robert Zieler. haz/gsd

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