2. Bundesliga

96 gewinnt Nordduell gegen den FC St. Pauli mit 1:0

Mann jubelt
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Jubel: Sebastian Kerk freut sich riesig über den Treffer zum 1:0 für Hannover 96.

Hannover - Hannover 96 hat mit einem verdienten 1:0 (1:0)-Sieg dem FC St. Pauli den Weg an die Tabellenspitze der zweiten Fußball-Bundesliga vermasselt. Der bereits nach acht Minuten für den am Oberschenkel verletzt ausgeschiedene Mike Frantz eingewechselte Sebastian Kerk war in der 39. Minute vor 16 100 Zuschauern in der HDI-Arena der Siegtorschütze, als er den Ball nach einer Vorlage von Lukas Hinterseer über die Torlinie des St. Pauli-Gehäuses aus kurzer Entfernung drückte.

Apropos Hinterseer: Der österreichische Stürmer, der erst vor einer Woche als Nachfolger von Marvin Ducksch, der zum Ligakonkurrenten Werder Bremen wechselte, rückte wie auch der Kameruner Gael Ondoua und Maximilian Beier erstmals in die Stamm-Elf. Tom Trybull und Valmir Sulejmani fielen wegen positiver Tests aus.
„Ich bin nach dem letzten Auswärtsspiel, das wir ja 0:4 in Darmstadt verloren haben, erleichtert. Wir haben viele gute Sachen gemacht und hätten das Spiel früher entscheiden können“, meinte 96-Trainer Jan Zimmermann.
So hatte Beier bereits nach neun Minuten die frühe Führung erzielen können, scheiterte aber am besten St. Paulianer, an Torwart Nikola Vasilj, ebenso wie Niklas Hult in der 43. Minute, der auf 2:0 hätte erhöhen können. So aber waren die Gäste mit dem 0:1-Rückstand noch gut bedient, hatten in der zweiten Halbzeit zwar mehr Ballbesitz. „Mehr Ballbesitz heißt nicht gleich mehr Effektivität. „Bis zum 16 Meter-Raum lief der Ball bei uns gut, doch dann hatten wir zu viele Ballverluste in der Box“, resümierte Gäste-Trainer Timo Schultz. 
In der 63. Minute scheiterte der erst 34 Sekunden zuvor eingewechselte Christopher Buchtmann am glänzend reagierenden 96-Keeper Ron Robert Zieler, und in der 84. Minute traf Jakov Medic per Kopf nur den Querbalken. Doch auch die Gastgeber hatten durch Kerk (69.) und Linton Maina 79.) noch gute Tormöglichkeiten. „Aufgrund der Mehrzahl an Torchancen ist der Sieg von 96 verdient“, musste Schultz zugeben.
Zimmermann kam die Länderspielpause gerade recht. „Da hatten wir mehr Zeit, die Neuen zu integrieren.“ Was er allerdings anmahnte, sei, nun in den kommenden Spielen mehr Konstanz hinzubekommen. Gleichwohl machte er seiner Mannschaft ein „großes Kompliment. Die Zuschauer haben heute eine Mannschaft gesehen, die gekämpft hat. So kann man die Zuschauer mitnehmen. Diese Unterstützung haben sich die Jungs verdient. Da stand eine Mannschaft auf dem Platz.“
Am kommenden Sonnabend steht für die Niedersachsen das schwere Auswärtsspiel bei Holstein Kiel auf dem Programm.   wg/gsd

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