Neuzugang Frantisek Rajtoral in der Startelf / Dioufs Führungstreffer nicht anerkannt / Vier Tore in einer Halbzeit

Hannover 96 besiegt die „Fohlen“ 3:1

Klare Ansage: 96-Trainer Tayfun Korkut (links) und sein Neuzugang Frantisek Rajtoral, der vor wenigen Tagen von Viktoria Pilsen an die Leine gewechselt ist. Fotos: Kaletta

HANNOVER Nachdem ihm sein Trainerdebüt mit einem unerwarteten 3:1-Sieg beim VfL Wolfsburg gelungen war, feierte der zu Jahresbeginn verpflichtete Trainer Tayfun Korkut mit seiner neuen Mannschaft Hannover 96 auch einen gelungenen Einstand in der HDI-Arena. Gegen Borussia Mönchengladbach gewannen die Niedersachsen ebenfalls mit 3:1 und erlebten mit nunmehr sechs Punkten einen optimalen Start ins Jahr 2014.

Zudem setzten sich die Roten, die derzeit auf Rang zehn der Tabelle der Fußball-Bundesliga verweilen, von der Abstiegszone ab. Dabei zeigte sich auch im Spiel gegen die Gladbacher, dass die 96er die richtige Entscheidung getroffen haben, Torjäger Mame Diouf nicht vorzeitig ziehen zu lassen. Der Senegalese erzielte das 2:0 per Kopf (82.) und das entscheidende 3:1 in der Nachspielzeit. Und noch eines wurde deutlich: Die Verpflichtung von Artjoms Rudnevs vom Hamburger SV hat sich bereits nach zwei Spielen ausgezahlt. In Wolfsburg erzielte er die 1:0-Führung, gegen Gladbach ebenfalls, als er in der 57. Minute mit dem Kopf nach einer Flanke von Szabolcs Huszti zur Stelle war. Zwar mussten die Gastgeber nach dem Anschlusstreffer des eingewechselten Peniel Mlapa (84. Minute) noch einmal kurzzeitig zittern, am Ende gab aber auch Gladbachs Trainer Lucien Favre zu, dass der Sieg der 96er verdient war aufgrund der Mehrzahl an Torchancen.

Ein solides Debüt feierte auch der erst zwei Tage zuvor von Viktoria Pilsen verpflichtete Frantisek Rajtoral, der für den gesperrten Hiroki Sakai und den verletzten Steven Cherundolo auf der rechten Verteidigerposition agierte.

Zwar wirkte das Spiel der Gäste gefälliger, gleichwohl stand die 96-Defensive mit zwei tief stehenden Viererketten sehr sicher, so dass 96-Torwart Ron-Robert Zieler in der ersten Halbzeit nur ein Mal bei einem Distanzschuss von Patrick Herrmann ernsthaft geprüft wurde.

„Die ersten 20 Minuten haben wir keinen Zugriff auf das Spiel gefunden“, meinte Korkut selbstkritisch, freute sich aber darüber, dass „meine Mannschaft die Leistung in Wolfsburg bestätigt hat durch erneut hohe Laufbereitschaft“. Zudem habe er im Training eine weitere Stabilität seiner Mannschaft ausgemacht. „Und vorn haben wir Spieler mit hoher Qualität.“ Wie wahr! Dabei zeigte sich die Umstellung mit Diouf als einer Angriffsspitze, noch unter Vorgänger Mirko Slomka praktiziert, auf nunmehr zwei Stürmern – neben Diouf nun Rudnevs – als durchaus erfolgreich. In zwei Spielen erzielte dieses Angriffsduo immerhin vier von sechs Toren. wg/gsd

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