2. Bundesliga

Hannover 96 kassiert Heimniederlage zum Jubiläum

Torhüter kann Gegentor nicht verhindern
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Der Anfang vom Ende: Marnon Busch erzielt das 1:0 für die Heidenheimer – 96-Keeper Michael Esser ist geschlagen.

Hannover - Hannover 96 kann scheinbar nicht mehr gewinnen. Die 1:3 (0:1)-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim bedeutete am 28. Spieltag der zweiten Fußballl-Bundesliga das nunmehr siebte sieglose Spiel in Folge. Im limitierten Jubiläumstrikot – Hannover 96 wurde am 12. April vor genau 125 Jahren gegründet – liefen die Roten gestern auf. 

Unsicherheit hatte es im Vorfeld ob der Austragung dieses Zweitligaspiels gegeben. Doch nach einem positiven Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus am Samstagmorgen gab es am Nachmittag Entwarnung. Alle PCR-Tests waren negativ. Weder ein Spieler noch ein Trainer oder Betreuer hatten sich mit dem Coronavirus infiziert.
Auf drei Positionen hatte Trainer Kenan Kocak sein Team gegenüber dem Würzburg-Spiel vom vergangenen Donnerstag (1:2) geändert. Für den gelbgesperrten Niklas Hult spielte Florent Muslija. Für Kapitän Dominic Kaiser rückte Josip Elez auf die Sechserposition neben Jaka Bijol. Und für Stürmer Hendrik Weydandt lief der derzeit formschwache Valmir Suleymani auf.
In der neunten Minute wurde ein Zuspiel von Heidenheims Denis Thomalla auf Tim Kleindienst nach einem Fehlpass von Marcel Franke noch von Jaka Bijol zur Ecke geklärt. Eine Minute später zog Muslija aus 30 Metern ab, Heidenheims Torwart Kevin Müller bekam den Ball im Nachfassen unter Kontrolle. Ansonsten spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab – bis zur 28. Minute, als 96-Torjäger Marvin Ducksch nach einem Zuspiel von Suleymani das 1:0 hätte machen müssen, doch er schob das Leder unbedrängt am linken Pfosten vorbei. Die Führung schafften dann die Gäste zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff, als Rechtsverteidiger Marnon Busch aus 28 Metern humorlos abzog und das Leder sich ins kurze Toreck drehte.
Nach der Pause wurde das Spiel nun lebhafter, und Muslija war es, der für 96 in der 51. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ins lange Toreck den 1:1-Ausgleich besorgte. Ein Kopfballtor von Genki Haraguchi nach 61 Minuten wurde nach Videobeweis zuückgenommen, weil 20 Sekunden zuvor Suleymani Zentimeter im Abseits gestanden hatte.
Die Schlussoffensive der Heidenheimer war von Erfolg gekrönt: Erst setzte sich Robert Leipertz im Strafraum gleich gegen vier 96-Spieler durch und ließ Torwart Michael Esser keine Abwehrchance beim 2:1 (76.). Und nur vier Minuten später sorgte der kurz zuvor eingewechselte Stefan Schimmer für die endgültige Entscheidung zugunsten der Heidenheimer. 96-Trainer Kocak wechselte danach noch munter durch, allerdings ohne den gewünschten Erfolg.

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