2. Bundesliga

Hannover 96 gewinnt Nordderby gegen den HSV

Fussballer in Aktion
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Linton Maina erzielt den einzigen Treffer im Nordderby: Hannover 96 gewinnt gegen Hamburg mit 1:0.

Hannover - Ist die Leidenszeit von Hannover 96 vorerst vorbei? Nach acht sieglosen Spielen in der zweiten Fußball-Bundesliga gelang den Hannoveranern ausgerechnet im Nordderby gegen den alten Rivalen Hamburger SV vor den erlaubten 25 000 Zuschauern in der HDI-Arena mit dem 1:0 (1:0)-Sieg der Befreiungsschlag mit ihrem Interimstrainer Christoph Drabowski.

Von Beginn an versuchten die Gäste, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, was ihnen auch gelang. In der elften Minute dann die vermeintliche 1:0-Führung durch Robert Glatzel, der nach einer Flanke von Bakery Jatta völlig freistehend aus sechs Metern einköpfen konnte. Doch Jatta stand bei seinem Doppelpass mit Ludovit Reis mit einem Fuß im Abseits. 
Quasi im Gegenzug das zu diesem Zeitpunkt doch etwas überraschende 1:0 der Gastgeber nach einem Konterangriff, als die Hamburger kurz zuvor ein Foul an Jatta im gegnerischen Strafraum gesehen haben wollen, was Schiedsrichter Sascha Stegemann aber nicht pfiff. Maximilian Beyer wurde steil angespielt, lief von der Mittellinie los und zog dann von der Strafraumgrenze ab. Hamburgs Keeper Marko Johansson konnte den Ball mit den Fingerspitzen noch an den Innenpfosten lenken, von wo aus dieser Linton Maina vor die Füße sprang und der nur noch abstauben musste (14. Minute). In der Folgezeit konnten die Niedersachsen die Partie zeitweise offen gestalten, doch die Hamburger drängten vor allem in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit auf den Ausgleich, den Sonny Kittel in der 41. Minute auf dem Kopf hatte, doch aus sieben Metern ging das Leder überaus knapp am linken 96-Torpfosten vorbei. 
Die Abwehr der Hannoveraner mit Kapitän Marcel Franke hielt dieses 1:0 mit viel Glück erst einmal bis zur Halbzeitpause.
Und auch nach dem Wechsel hielt die Defensive der Roten, die sich immer wieder den wütenden, aber uneffektiven Angriffen der Hamburger erwehren mussten. Fels in der Brandung waren vor allem 96-Keeper Martin Hansen und auch Innenverteidiger Luka Krajnc. Hansen hielt unter anderem einen Torschuss von Jatta aus kürzester Entfernung im Nachfassen in der 65. Minute. 
Ein Angriff nach dem anderem von den Hamburgern, die zwar immer wieder versuchten, über die Flügel zum Erfolg zu kommen, doch die massierte Innenverteidigung der Hannoveraner hielt auch noch in den sechs Minuten der Nachspielzeit dieses knappe 1:0, das den Roten drei äußerst wichtige Punkte beschert.
„Ich bin froh, dass wir nach so langer Durststrecke endlich mal wieder gewonnen haben“, sagte 96-Interimstrainer Christoph Dabrowski, der bis zur Winterpause Coach der Niedersachsen bleiben wird (die Zusage habe er von Sportdirektor Markus Mann erhalten), bei der anschließenden Pressekonferenz. Über die Zeit danach habe sich Dabrowski noch keine Gedanken gemacht.        wg/gsd

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