2. Bundesliga

Für 96 ist auswärts weiter nichts zu holen

96 Torwart streckt sich vergeblich
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Michael Esser macht sich ganz lang, kann aber den Gegentreffer durch Johannes Dörfler nicht verhindern.

Hannover - Zweitligist Hannover 96 konnte beim SC Paderborn seine Auswärtsschwäche nicht ablegen. Nach einer katastrophalen ersten Hälfte verlor das Team von Kenan Kocak trotz einer Steigerung nach der Pause gestern mit 0:1 (0:1). Für die 96er war es saisonübergreifend die fünfte Auswärtspleite in Folge.

Beim bisher sieglosen Bundesliga-Absteiger in Paderborn gerieten die Gäste nach ausgeglichenen Anfangsminuten schnell unter Druck. Die Paderborner zwangen die Gäste durch ihr aggressives Pressing immer mehr in die Defensive, die Fehler in der 96er-Abwehr inklusive Torhüter Michael Esser häuften sich. Die ersten Chancen der Gastgeber durch Svante Ingelsson (12./16.) und Kai Pröger (19.) blieben noch ungenutzt. Doch 96 bettelte aufgrund haarsträubender Fehler förmlich um das Gegentor, und nach 26 Minuten war es soweit. Der Startelf-Debütant Johannes Dörfler traf mit einem Linksschuss ins lange Ecke zum 1:0. In der ersten Hälfte spielte praktisch nur der SC Paderborn, 96 immer einen Schritt zu spät, bei eigenem Ballbesitz war das Leder spätestens nach drei Ballkontakten wieder weg. Eine erste Halbzeit zum Vergessen! Nach dem Wechsel zwei Riesenchancen der Gastgeber auf das 2:0, doch Dennis Srbeny (46.) und Julian Justvan (49.) scheiterten. 96-Coach Kocak reagierte mit einem dreifachen Wechsel (55.): Für Mike Frantz, Linton Maina und Kingsley Schindler kamen Jaka Bijol, Valmir Sulejmani und Sei Muroya. Und endlich kam Hannover 96 in dieser Partie an. In der Folgezeit die Roten mit deutlich mehr Ballbesitz und den ersten Chancen, Dominik Kaisers Schuss ging übers Tor (60.), der von Marvin Ducksch daneben (62.). Ducksch war es dann auch, der die größte Chance zum Ausgleich liegen ließ, sein Schuss ging knapp am langen Pfosten vorbei (75.). Als die Gäste alles auf eine Karte setzten, eröffnete dies dem SC Paderborn Kontermöglichkeiten und Riesenchancen auf das 2:0, doch Ingelsson (80.) und Marco Terrazino (85.) scheiterten, 96-Neuzugang Simon Falette rettete gegen Dennis Jastrzemb-ski auf der Linie (87.). Ducksch hatte in der Nachspielzeit dann noch zweimal den Ausgleich auf dem Fuß (90. + 2/90. + 4), am Ende stand 96 auswärts mal wieder mit leeren Händen da.  Die Euphorie nach dem 4:1 Derby-Sieg gegen Braunschweig ist damit schnell wieder verflogen. 96-Stürmer Hendrik Weydandt: „Der Trainer hat davor gewarnt, zufrieden zu sein. Wir waren nicht gallig genug, deshalb verlieren wir dieses Spiel.“

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