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„Uns fällt schon ein Stein vom Herzen”

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Hendrik Weydandt,Torschütze zum 2:0, setzt sich erfolgreich in Szene.
Hendrik Weydandt,Torschütze zum 2:0, setzt sich erfolgreich in Szene. © Lars Kaletta

Hannover – Nach zuvor fünf sieglosen Spielen hat Hannover 96 einen wichtigen Schritt weg vom Relegationsplatz in der 2. Liga gemacht. Vor 6196 Zuschauern gewannen die „Roten“ mit 3:1 (2:0) beim als Absteiger jetzt so gut wie feststehenden FC Erzgebirge Aue. Für die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski trafen Innenverteidiger Julian Börner, Hendrick Weydandt und Sebastian Kerk. Für die Sachsen hatte Trujic zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt.

Für die 96er war es der fünfte Auswärtssieg der Saison, der am Ende bei strömendem Regen mit durchschnittlichem Aufwand zustande kam. Die Hannoveraner schoben damit auch zumindest vorerst die zuletzt eher schlechte Stimmung im Umfeld beiseite. „Es war an der Zeit, wieder einen Dreier zu holen“, war 96-Trainer Dabrowski erleichtert. „Wir haben letzte Woche schon die Niederlagenserie durchbrochen, aber der Auswärtssieg war heute enorm wichtig. Natürlich auch sehr wichtig für die Jungs, für die Psyche und natürlich auch für die Gesamtsituation.“

Die frühe 1:0-Führung nach nur gut zweieinhalb Minuten durch einen Kopfball von Innenverteidiger Julian Börner nach einer Ecke von Sebastian Kerk spielte 96 in die Karten. „Ich war mit dem Kopf dran, aber mein Gegenspieler meinte, er war auch mit dem Oberschenkel dran. Letztendlich ist mir das jetzt auch egal, wer die Tore gemacht hat. Fakt ist, wir haben mehr Tore gemacht als der Gegner“, beschrieb Börner die Szene zum 1:0. In der ersten halben Stunde dominierten die Niedersachsen, bei denen nur Cedric Teuchert neu im Team stand, und kamen durch den allein als Spitze aufgebotenen Weydandt per Nachschuss auch zum zweiten Treffer (23.), nachdem er selbst zuvor an Aue-Torhüter Martin Männel gescheitert war. Der Assistent hatte zwar die Fahne gehoben und eine angebliche Abseitsstellung von Weydandt angezeigt, doch der Kölner Keller meldete sich, und nach Videoüberprüfung wurde der Treffer anerkannt. Zur Halbzeit war der 2:0-Vorsprung für 96 absolut verdient. Doch im Gefühl der vermeintlich komfortablen Führung ließ 96 die Zügel schleifen. So erzielte Aues Nikola Trujic aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer zum 1:2 (54.). Zwar kam Hannover vier Minuten später durch Marcel Franke zunächst zu einer weiteren Torchance, die technisch schwierig zu lösen war, doch in der Folge waren die Erzgebirgler präsenter und durchschlagskräftiger Die Dabrowski-Elf ließ zunehmend die Konsequenz vermissen, die sie noch in der ersten Halbzeit gezeigt hatte, und agierte viel zu passiv. 96 machte schlicht zu wenig, sodass Aue zu 70 Prozent Ballbesitz kam. Immer mehr stand die Führung auf tönernen Füßen. Aue konnte seine Tormöglichkeiten jedoch nicht verwerten – und geriet wenig später mit 1:3-in Rückstand. Nach einem Angriff über die linke Seite und einem genauen Zuspiel des eingewechselten Maximilian Beier stand Kerk frei und netzte per Flachschuss ein, wobei Cacutalua den Ball erneut noch unerreichbar für Torwart Männel abfälschte.

„Es war an der Zeit, wieder einen Dreier zu holen. Wir haben letzte Woche schon die Niederlagenserie durchbrochen, aber der Auswärtssieg war heute enorm wichtig“, äußerste sich Dabrowski zufireden über diesen Sieg. Zufrieden war auch 96-Torschütze Weydandt: „Es war das erwartete Drecksspiel. Es ist extrem wichtig, dass wir es für uns entschieden und die drei Punkte geholt haben. Dementsprechend fällt uns schon ein Stein vom Herzen.”

Mit einem Heimsieg am Samstag gegen Düsseldorf können die Roten einen weiteren wichtigen Schritt zum Ligaerhalt machen. haz/gsd

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