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96 erst Montag im DFB-Pokal aktiv

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96-Kapitän Marvin Bakalorz und sein Team treten am Montag beim Karlsuher SC an.

Hannover - Ungewöhnlicher Termin für Hannover 96 in der ersten Runde des DFB-Pokals: Erst am Montag um 18.30 Uhr treten die Roten beim Karlsruher SC an. und hoffen auf einen guten Auftakt in der Pokal-Historie, die so oft von Enttäuschungen gekennzeichnet war.

Aber halt: Karlsruhe – da war doch was? Genau: Vor einem Jahr siegten die Hannoveraner in der ersten Runde beim KSC mit 6:0. Ein Spaziergang in die zweite Runde, den es diesmal mit Sicherheit nicht geben wird. Zu ambitioniert sind die Badener, zu wenig gefestigt erscheinen noch die 96er, die nach den ersten beiden Punktspielen (1:2 in Stuttgart, 1:1 gegen Regensburg) noch mit nur einem Punkt dastehen. Viel zu wenig. Für einen 96er wird der Trip nach Karlsruhe eine Reise in die Vergangenheit: Florent Muslija begann seine Fußball-Laufbahn beim KSC. Nach dem Pokalspiel vor einem Jahr kam der Kontakt zustande und in der Folge auch der Wechsel. Muslija dürfte besonders motiviert sein für die Partie am Montag. Ansonsten scheint es in der schon fast unsäglichen Story um den Abgang von Walace weitergegangen zu sein. Mit Udinese Calcio hat sich ein Käufer für den Brasilaner gefunden, 96 bekommt die sechs Millionen Euro Ablöse wieder rein, die man seinerzeit an den HSV gezahlt hat. Damit geht nun endlich wohl ein eher trauriges Fußball-Kapitel bei 96 zu Ende. Gleichermaßen tun sich jetzt endlich neue Chancen für weitere Verpflichtungen und vor allem Verstärkungen auf. 96 wollte erst den Transfer von Walace und die damit verbundene Einnahme abschließen, ehe sie für neue Spieler eingesetzt werden kann. „Auffrischungs-Bedarf“ deutet sich dabei in fast allen Mannschaftsteilen an. Für die Innenverteidigung fordert Trainer Slomka seit Längerem eine Verstärkung. Waldemar Anton, Neuzugang Marcel Franke und Felipe – das erscheint zu wenig, zumal der Brasilianer immer wieder verletzt ist. Im defensiven Mittelfeld hinterlässt Walace eine offene Position, die nun noch aufgefüllt werden soll. Ebenso auch im offensiven Mittelfeld, wo sich schon ein Neuer andeutet: Emil Hansson, der zuletzt von Feyenoord Rotterdam an Waalwijk ausgeliehen war und die Holländer in die erste Liga geschossen hat. Eine Million Euro sollen als Ablöse im Gespräch sein für den 21-Jährigen, der einen norwegischen und schwedischen Pass hat. Und auch im Sturm ist trotz Weydandt, Ducksch und Teuchert noch ein weiterer Angreifer gefragt. Da sind also noch einige Baustellen offen bei 96 in Sachen weiterer Personalien. Eine ist auf der Torwart-Position weiter offen: Michael Esser wurde bekanntlich Ron-Robert Zieler vor die Nase gesetzt. Klar, dass „Bruno“ Esser alles andere als begeistert ist und weg will. Als Profi hält er sich zurück, gießt kein Öl ins Feuer, obwohl ihm nicht gerade gut mitgespielt wurde. Bis zum 2. September können in Deutschland noch Wechsel vonstattengehen. So könnte Hannover 96 auch einer Torwartdiskussion aus dem Wege gehen. 

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