Heimschlappe

96 gegen Rekordmeister FC Bayern chancenlos

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96-Torhüter Michael Esser hat keine Chance, als der von David Alaba geschossene Ball zum 0:2 im Netz einschlägt.

HANNOVER - Nach dem deutlichen 0:4 (0:2) gegen Rekordmeister Bayern München ist Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. 96-Trainer André Breitenreiter redete erst gar nicht um den heißen Brei herum: „Es war auch in dieser Höhe ein verdienter Sieg der Bayern.“

Die Taktik der 96er, mutig und ohne Angst gegen den übermächtigen Gegner ins Spiel zu gehen, wurde bereits nach 58 Sekunden von den Gästen über den Haufen geworfen. Denn nach einer Kopfballabwehr von Felipe vor die Füße von Joshua Kimmich fackelte der Rechtsverteidiger nicht lange und zog aus 16 Metern direkt ab. Der Ball sauste zur 1:0-Führung des Favoriten unten ins linke Toreck, unhaltbar für 96-Keeper Michael Esser. „Dieses 1:0 spielte den Bayern in die Karten. Und dann können auch schon mal vier Tore für München fallen“, meinte der an allen Treffern schuldlose Esser. Duplizität der Ereignisse: Auch das 0:2 fiel nach einer Kopfballvorlage, dieses Mal von Stürmer Henrick Weydandt auf den Schlappen von David Alaba, der ebenfalls aus 16 Metern direkt den Ball ins obere rechte 96-Toreck wuchtete. Damit war die Partie bereits nach 29 Minuten gelaufen, zu dominant agierten die Bayern, die noch viele weitere Torchancen ausließen. Kurz vor der Pause die einzige Torchance für Hannover 96 im gesamten Spiel, als Weydandt einen Kopfball knapp über das Lattenkreuz setzte. Auch in der zweiten Halbzeit setzte sich die Dominanz der Münchner fort, die „nur so vor Spielfreude sprühten. Wir haben uns zu wenig gewehrt. Wir müssen dieses Spiel schnell abhaken, um uns konzentriert auf die beiden Spiele in Freiburg und gegen Düsseldorf vorzubereiten. Viel Zeit haben wir da nicht“, meinte Breitenreiter. „Wir waren chancenlos. Das Spiel hat sich für uns auf dem Feld wahrscheinlich beschissener angefühlt als von Außen betrachtet“, meinte 96-Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler, für den es egal ist, dass 96 jetzt Schlusslicht ist. „Wir brauchen jetzt für die letzten Spiele vor der Weihnachtspause Kraft. Der Glaube dar nicht verloren gehen. Wir werden wieder da sein“, hat Schwegler die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben. Beim 0:3 (53.) narrte Serge Gnabry drei Gegenspieler, die sein Tor nicht verhindern konnten. Und beim 0:4 (62.) konnte Robert Lewandowski aus kurzer Distanz nach einer Flanke von Kimmich aus kurzer Distanz ungehindert einköpfen.

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