Hannover 96

Mehrere Personalien bei den Roten noch offen

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Haben den Ball ganz fest im Blick: Felipe (rechts) und Marvin Ducksch.

Hannover - Weiter im „Corona-Modus“ – das war auch in dieser Woche das Motto bei Hannover 96. Trainiert wird beim Fußball-Zweitligisten weiter in Zweier- und Vierer-Kleingruppen und mit dem vorgeschriebenen Abstand, was natürlich einem sinnvollen Fußball-Training völlig abträglich ist.

Aber die 96er halten sich daran. „Wir haben eine Vorbildfunktion“, sagt Rekonvaleszent Marcel Franke, der wegen einer Verletzung rund fünf Monate nicht mehr gespielt hat. Natürlich wird auch über Zu- und Abgänge bei den Roten spekuliert. Aktuellstes Gerücht ist Kevin Stöger, der als Neuverpflichtung für die kommende Saison gehandelt wird. Der Österreicher, der Ex-Nationalspieler Karlheinz Förster als Berater hat, gilt als Wunschspieler fürs Mittelfeld, war zuletzt für Fortuna Düsseldorf aktiv, wo sein Vertrag aber nach zwei Jahren ablösefrei ausläuft. Zuvor war er jeweils zwei Spielzeiten beim SC Paderborn und dann beim VfL Bochum. Doch auch andere Klubs sind an dem 26-Jährigen interessiert. Sechser-, Achter oder Zehner-Position – Stöger kommt für jede Möglichkeit infrage. Er könnte zur zentralen Figur im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga werden. Bleibt abzuwarten, ob 96-Coach Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber dessen Landsmann Stöger nach Hannover lotsen können. Eher auf Abschied und Trennung scheinen die Zeichen schon wieder bei John Guidetti, der am Mittwoch seinen 28. Geburtstag feierte, zu stehen. Für eine Weiterverpflichtung ist der schwedische Nationalspieler, der in fünf Spielen erst einmal für 96 traf, einfach zu teuer. Im Raum stehen 4,5 Millionen Euro Ablöse für den Stürmer, was noch nicht einmal in Ansätzen in den reduzierten Personal-Etat der Roten passt. Er soll nach den ersten Überlegungen von 23 auf 17 Millionen Euro verringert werden. Insider schätzen Guidettis Monatssalär auf 90 000 Euro – viel zu viel für eine längerfristige Beschäftigung bei 96. Der Wandervogel ist ein ähnlicher Stürmertyp wie Hendrik Weydandt. Dass beide zusammen angreifen, wird immer unwahrscheinlicher. Zumal auch Weydandt eher Bundesliga-Ambitionen zu hegen scheint. Auch Marvin Duckschs Zeit bei den Roten dürfte sich wohl dem Ende zuneigen. Mit sechs Toren und fünf Vorlagen zählt er immer noch zu den Topscorern. Doch zuletzt spielte er unter Kocak nicht mehr, nachdem er vorm Spiel gegen Kiel verspätet zu einer Teambesprechung erschienen war. Geht er nach nur einer Saison schon wieder weg? Ebenso scheint derzeit der Verbleib von Linton Maina offen. Szenekenner haben den jungen Tempodribbler mit Mönchengladbach in Verbindung gebracht. Bei 96, rückte er vor der aktuelle Zwangspause durch gute Leistungen wieder in den Blickpunkt. Maina hat einen Vertrag bis 2022, Kind will ihn als „Baustein“ zum Aufstieg behalten. Behalten möchte 96 dagegen Cedric Teuchert (23). Er war von Schalke 04 für eine Saison und 500 000 Euro Gebühr ausgeliehen, hat seine Probezeit in Hannover bestanden. „Wir wollen ihn behalten“, hat sich auch Profi-Chef Martin Kind festgelegt. Bis zum 30. April kann 96 per Kaufoption für 1,5 Millionen Euro die Dienste von Teuchert, der aus Nürnberg nach Schalke gewechselt war und bislang fünfmal für die 96er traf, sichern. Allerdings versucht man, diese Summe noch zu drücken. Im Sturm oder zentral im offensiven Mittelfeld – sie gelten als beste Positionen für Teuchert. Langweilig ist es beiden Roten trotz der Coronakrise aufgrund vieler Personalien jedenfalls nicht. Auch, weil zudem derzeit die Vorbereitung auf eventuelle „Geisterspiele“ geklärt und organisiert werden muss. Wieder im Training ist Torwart Martin Hansen. Der Winterneuzugang hatte sich schon in der ersten Trainingswoche verletzt. Der 29-Jährige hat die Reha erfolgreiche hinter sich gebracht und ist ind er HDI-Arena aktiv.

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