Hannoveraner Bundesliga-Kicker heute Nachmittag beim Auswärtsspiel in Stuttgart wieder mit veränderter Startelf

Geht 96 schon auf Abschiedstour?

Müssen sich ganz schön strecken: Das gilt für die Bundesliga-Fußballer aus Hannover nicht nur beim Training. Foto: Kaletta

hannover Startet Hannover 96 bereits jetzt in den letzten zwölf Spielen zur Abschiedstour durch die Fußball-Bundesliga? Es werden immer weniger Spiele bis zum drohenden Abstieg nach 14 Jahren erste Liga – nur die Punkte sind bisher weiter ausgeblieben.

Nach inzwischen schon acht sieglosen Partien, darunter fünf seit dem Amtsantritt von Thomas Schaaf als Trainer-Nachfolger von Michael Frontzeck, müssen die „Roten“ heute um 15.30 Uhr beim VfB Stuttgart antreten. – wo es traditionell in den vergangenen Jahren wenig bis nichts zu holen gab. Das beste Rückrunden-Team trifft auf das schwächste – so viel zur Ausgangslage.

Gibt es noch Hoffnung, wurde Trainer Schaaf jetzt gefragt. Was soll ein Coach in so einer schlechten Situation antworten? „Das Gleiche wie in den letzten Wochen. Das ist ja nicht vom Ergebnis abhängig.“

Man arbeite konstant und habe die Chance, es besser zu machen. Klingt nach Durchhalteparolen – sind es wohl auch.

Wie man sich aus dem dicksten Dreck befreit, dafür dient der VfB Stuttgart als Lehrbeispiel. Die Schwaben steckten ganz unten drin und haben nach der Winterpause eine tolle Erfolgsserie unter dem neuen Trainer Jürgen Kramny hingelegt. Jetzt wird im Schwabenland sogar leise schon von einer Europa-League-Qualifikation gesprochen. So schnell kann´s aufwärts gehen…

K(l)eine Chance

Die Aussichtslosigkeit im Abstiegskampf sieht Schaaf nun sogar als Chance. Kaum einer erwartet noch etwas von 96, was seiner Ansicht nach auch befreiend wirken kann. Mit Unverständnis reagiert Schaaf indes auf Meinungen, dass sein Team auf der Stelle trete. Es habe vielmehr eine Entwicklung gegeben, die man aber noch nicht an den Spieltagen habe zeigen können.

Nach der Sperre von drei Spielen für Nachverpflichtung Hugo Almeida, mit der er seinem neuen Team einen Bärendienst erwies, nachdem er Augsburg Kohr per Ellenbogen-Check niedergestreckt hat, muss Schaaf erneut umstellen, da auch Ceyhun Gülselam (fünfte gelbe Karte) und Uffe Bech (verletzt) fehlen. Gut vorstellbar, dass diesmal Hiroshi Kiyotake von Anfang an spielt. Auch die Einsätze der Nachwuchskräfte Waldemar Anton in der Defensive und Niklas Feierabend in der Offensive sind nicht unrealistisch – schlechter machen als zum Beispiel Miiko Albornoz oder Erfolglos-Stürmer Artur Sobiech können sie auch nicht.

Im Team-Training wieder dabei waren auch Christian Schulz (zuletzt Rückenprobleme), Alexander Milosevic (Prellung) und Salif Sané (Achillessehnenprobleme). Ob sie zum Einsatz kommen, ist offen.

Übrigens: Die Gesamtbilanz bei VfB-Heimspielen gegen 96 sieht so aus: 20 Heimsiege für Stuttgart, ein Unentschieden, fünf Auswärtssiege. haz/gsd

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