Hannover 96 vor drei richtungsweisenden Nordderbys im Abstiegskampf

„Gegen Bremen wird jetzt ein entscheidendes Spiel“

Nach der Heimpleite gegen Dortmund herrschte zwischen Lars Stindl und Szabolcs Huszti Diskussionsbedarf. Am Sonntag wollen sie gemeinsam einen Heimsieg feiern. Foto: Kaletta

HANNOVER Willkommen im Abstiegskampf! Nach dem erneut schwachen Auswärtsauftritt beim 1:3 in Hoffenheim droht Hannover 96 doch noch einmal in die gefährdete Zone abzurutschen. Deshalb stehen die „Roten“ im Nordderby gegen Werder Bremen am Sonntag (17.30 Uhr) wieder gehörig unter Druck.

„Wir müssen das Hoffenheim-Spiel schnell abhaken“, meinte Andre Hoffmann nach der Mittwoch-Pleite. „Sonntag gegen Bremen wird jetzt ein entscheidendes Spiel.“ Übrigens das erste von noch zwei weiteren folgenden Nord-Duellen in Braunschweig (6. April) und gegen den von Ex-Trainer Mirko Slomka gecoachten HSV (12. April).

96-Trainer Tayfun Korkut redete auch nicht um den heißen Brei herum: „Wir müssen uns steigern – wenn nicht, können wir noch in Schwierigkeiten kommen.“ Für die Partie gegen die ebenfalls angeschlagenen Bremer muss Korkut wieder einmal umstellen. Manuel Schmiedebach fehlt nach seiner roten Karte auf der Sechser-Position. Den Platzverweis aus dem Spiel bei der TSG Hoffenheim in der 76. Minute wegen groben Foulspiels musste der Berliner doppelt bezahlen. Während die eingesetzten Profis nach der 1:3-Niederlage am Donnerstag mit dem Rad unterwegs waren, trainierte der Mittelfeldspieler mit den Ersatzspielern.

Auf Schmiedebachs Position rückt wohl Lars Stindl zurück. Leo Bittencourt ist dann ein Kandidat für die rechte Seite und Jan Schlaudraff einer für die zweite offensive Position neben Rudnews, der in Hoffenheim nach seiner Rückkehr ins Team aber wenig bewirkte. Bleibt zu hoffen, dass Schlaudraff endlich einmal wieder seine Rolle als „Kreativdirektor“ ausfüllen kann, wenn er schon nicht zu den größten Kämpfern im Team gehört. Leidenschaft, Einsatz und Engagement sind gerade jetzt von den Hannoveranern gefragt, wenn es nicht ganz böse enden soll.

Interessant: Bis auf Frankfurt (Platz 11) spielen die 96er (12.) jetzt in den sieben verbleibenden Partien nur noch gegen unter ihnen platzierte Mannschaften. Das bedeutet, dass das Korkut-Team den Abstiegskampf mitentscheidet – aber auch selbst doppelt gefordert ist, nichts mehr anbrennen zu lassen. haz/gsd

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