2. Bundesliga

96 schlägt St. Pauli 4:0 

Hannover 96 - FC St. Pauli
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Die Hannoveraner jubeln nach dem Treffer durch Cedric Teuchert (33).

Hannover - Nach einer starken Leistung gewann Hannover 96 sein vorletztes Heimspiel in der zweiten Fußball-Bundesliga in der leeren HDI-Arena mit 4:0 (2:0) gegen den FC St. Pauli. Dabei zeigten die Kiez-Kicker allerdings eine ganz schwache Leistung.

Nach einer starken Leistung gewann Hannover 96 sein vorletztes Heimspiel in der zweiten Fußball-Bundesliga in der leeren HDI-Arena mit 4:0 (2:0) gegen den FC St. Pauli. Dabei zeigten die Kiez-Kicker allerdings eine ganz schwache Leistung. „Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und größten Respekt für die Leistung gerade bei diesem Wetter“, meinte Hendrik Weydandt. Der Stürmer stand in der Anfangsformation, erzielte nicht nur das 2:0, sondern legte uneigennützig die 1:0-Führung für Sturmkollege Marvin Ducksch auf, der seinen zwölften Saisontreffer erzielte. „Ich denke, das 4:0 ist gerecht und verdient“, meinte Weydandt. „Der Sieg war definitiv auch in der Höhe verdient. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben beim ersten Treffer natürlich von dem Ausrutscher profitiert“, ergänzte Außenverteidiger Jannes Horn. Keine Frage, die Gastgeber dominierten dieses einseitige Nordderby bei Sauna-Temperaturen von Beginn an. Als Paulis Verteidiger Leo Östigard in der sechsten Minute vor dem eigenen Strafraum ausrutschte, nutzte Weydandt diesen Fehler, lief allein auf St. Paulis Keeper Robin Himmelmann zu, legte dann aber für Ducksch quer, der keine Mühe hatte zu vollenden. Nur elf Minuten später flankte 96-Rechtsverteidiger Julian Korb mustergültig, Weydandt war mit dem Kopf aus sechs Metern zum 2:0 erfolgreich. „Ich bin sehr froh über das souveräne Auftreten meiner Mannschaft und über den verdienten Sieg. Wir spielen schon seit Wochen einen sehr ordentlichen Fußball“, freute sich 96-Trainer Kenan Kocak über den bärenstarken Auftritt seines Teams, das auch in der zweiten Halbzeit den Gästen kaum einmal eine Verschnaufpause gönnte. Nach dem Wechsel kam Genki Haraguchi für den verletzten Linton Maina und fügte sich nahtlos in das gefällige Kombinationsspiel der Roten ein. Der Japaner war es auch, den mit einem satten Schuss aus 20 Meter nach 61 Minuten in den oberen linken Torwinkel das 3:0 gelang, wobei der Ball noch die Latte touchierte. Doch die 96er hatten noch nicht genug, und Cedric Teuchert schaffte in der 80. Minute das 4:0 nach einem mustergültig vorgetragenen Konter, als er nach einem Querpass des starken Haraguchi erfolgreich war. „Das war heute eine qualitativ überlegene Mannschaft, die uns die Grenzen aufgezeigt hat. Der Gegner ist fußball-taktisch und technisch auf einem höheren Niveau“, anerkannte Paulis Trainer Jos Luhukay die starke Vorstellung der Gastgeber. „Wir sind sehr zufrieden, aber wir wissen auch, dass wir noch Luft nach oben haben. Es tut uns in der Seele weh, wenn wir uns vorstellen, wie solche Spiele mit Zuschauern ablaufen würden“, bedauerte Kenan Kocak das Fehlen der Fans in der HDI-Arena.

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