2. Bundesliga

96 verliert das Nord-Derby beim HSV

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Riesenchance für Marvin Ducksch, doch 96 geht in Hamburg leer aus.

Hannover – Hannover 96 kommt in der zweiten Bundesliga nicht in die Gänge. Im Nordderby beim Hamburger SV verloren die 96er mit 0:3 (0:1). Wie schon zuvor in den Punktspielen kamen auch im Volksparkstadion die Gäste gut ins Spiel. 

Doch nach einer Viertelstunde war es mit der Herrlichkeit der Gäste vorbei, die auf Linton Maina verzichten mussten. Für ihn spielte der Japaner Genki Haraguchi. Außerdem stellte 96-Trainer Mirko Slomka Josip Elez in der linken Abwehrkette. Vorn fehlte Cedric Teuchert, für ihn spielte neben Marvin Duksch der lange Hendrik Weydandt. In der 18. Minute besaß Duksch die erste nennenswerte Torchance für 96, doch sein Schuss aus halblinker Position wurde im letzten Moment von Gideon Jung zum Eckball abgeblockt. Die Führung der Hamburger in der 35. Minute war nicht unverdient, weil die Hamburger die 96-Abwehr nun auch unter Druck setzten. Sonny Kittel, völlig freistehend zentral nahm eine Rechtsflanke von Khaled Narey, der von Waldemar Anton nicht eng genug genommen wurde, direkt und ließ Zieler keine Abwehrchance. Auch nach dem Wechsel blieb die Offensive der Hannoveraner blass. Die Bälle wurden viel zu schnell im Mittelfeld verloren, sodass die Gastgeber zu weiteren Torchancen kamen. In der 59. Minute wehrte Zieler einen Schuss von Narey aus halbrechter Position nach vorn ab, wo David Kinsombi keine Mühe hatte, auf 2:0 für die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking zu stellen. In der Folgezeit kamen die Hannoveraner besser in die Offensive, hatten durch den eingewechselten Cidric Teuchert die erste Torchance nach dem Wechsel, doch sein Direktschuss aus 16 Meternflog weit über den HSV-Kasten. Nur eine Minute später wehrte Hamburgs Keeper Daniel Heuer Fernandes einen Schuss von Edgar Prib zwar zur Seite ab, doch Duksch konnte den freien Ball nicht verwerten. Für die endgültige Entscheidung sorgte Bakery Jatta in der 75. Minute, als er sich gegen Julian Korb durchsetzte und zum 3:0 einschob. Ob die 96er Protest gegen die Spielberechtigung von Jatta wie die anderen Gegner des HSV einlegen werden, behielt sich die 96-Geschäftsführung offen. Slomka zumindest hatte sich vor dem Spiel gegen einen Protest ausgesprochen. Indes haben die Hannoveraner den bis 2020 laufenden Vertrag mit Stürmer Jonathas vorzeitig aufgelöst. „Wir haben gemeinsam die sportliche Situation bewertet und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Vertragsauflösung für alle Seiten die beste Lösung ist“, so 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff. Der Brasilianer war 2017 für die Rekord-Ablösesumme von rund neun Millionen Euro von Rubin Kasan verpflichtet worden, konnte aber die Erwartungen an ihn jedoch nie erfüllen. 

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