DFB-Pokal

Hannover 96 scheitert am Karlsruher SC

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Die Spieler von Hannover 96 sind nach dem Pokalaus in Erklärungsnot gegenüber ihren Fans.

Hannover – Aus schon in der ersten Runde – was für eine Blamage für Hannover 96! Am DFB-Pokal können sich die „Roten“, die schon wieder früh schwarzsehen müssen, die Teilnahme eigentlich ersparen. Vor 11779 Zuschauern setzte es am Montagabend eine bittere 0:2-Pleite.

Wie schon in den vergangenen Jahren ist schon zeitig Endstation für das Team von Trainer Mirko Slomka. Damit ist der Fehlstart nach zuvor nur einem Zähler aus zwei Meisterschaftspartien komplett.

Das Schlimme an der Pokal-Pleite: Sie lässt auch die Hoffnungen für die nahe Zukunft in der 2. Liga schwinden, wo es am kommenden Samstag bei Aufsteiger SV Wehen-Wiesbaden weitergeht. Vor allem die Art und Weise, wie die 96er im Karlsruher Wildparkstadion weggebissen wurden, lässt Böses erahnen. In der Abwehr unsicher und im Angriff weitestgehend harmlos – so kann man im Pokal und auch in der 2. Liga nicht bestehen.

Nur in der Anfangsphase waren die Hannoveraner dominant, kamen auch zu einigen Chancen, doch sie waren eher von der Sorte „halbgar“. Mitte der ersten Hälfte kam der KSC auf, bei dem 96-Coach Slomka vor zwei Jahren ein misslungenes Kurzzeit-Engagement hatte, was beide Seiten nicht zufriedenstellte und nach gut drei Monaten wieder zu Ende ging. Kurz vor der Pause hatte Neuzugang Marvin Ducksch die Chance zur Führung, doch es wurde nichts daraus.

In der zweiten Halbzeit gingen die Badener nach dem ersten von zwei Abwehrfehlern von Kapitän Edgar Prib in Front. Nach einem Konter war Lukas Grozurek mit einem Schuss in die rechte Ecke zum 1:0 (53.) erfolgreich. Glück für 96, dass Schiedsrichter Cortus einen Treffer von Lukas Fröde nicht anerkannte – umstrittenes Abseits! Wenig später in der 61. Minute aber dann doch das 2:0. Prib brachte den KSCer Pourié an der Strafraumkante zu Fall und Martin Wanitzek verwandelte den Foulelfmeter zum 2:0 (61.). Fehlstart in die Saison 2019/20 endgültig perfekt! Ein Trauerspiel von den Roten, die sich jetzt nach Neuzugängen umschauen müssen.

Denn durch den Abgang vom Brasilianer Walace zu Udinese Calcio (Italien) kommen rund sechs Millionen Euro in die Kasse, die wieder investiert werden sollen. Auf dem Einkaufszettel sind weiter der Schwede Emil Hansson, zuletzt in Holland von Feyenoord Rotterdam an Waalwijk ausgeliehen. 96 will die Ablöse noch auf eine Million Euro drücken. Auch Jannes Horn vom 1. FC Köln soll verpflichtet werden. Bei den Rheinländern soll er 1,2 Millionen Grundgehalt verdienen. 96 hofft, dass die Kölner bei einer Ausleihe die Hälfte davon weiter übernehmen. Ebenso ist der Kölner Salih Öczan im Gespräch. Nicht ausgeschlossen auch, dass Linksverteidiger Miiko Albornoz die Roten noch verlässt. Viel in Bewegung bei 06 also – zumindest bei den Transfer-Geschäften, wenn es schon auf dem Platz nicht läuft…

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