2. Bundesliga

Hannover 96 fährt zum Auftakt nach Stuttgart

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Der 96-Trainer zeigt an, wo es langgeht: Mirko Slomka (r.) stellt sein Team auf den VfB Stuttgart ein.

Hannover – Die Saison 2019/20 beginnt in der zweiten Fußball-Bundesliga gleich mit einer Knaller-Partie, wenn die beiden Absteiger VfB Stuttgart und Hannover 96 am Freitag um 20.30 Uhr in der Mercedes Benz-Arena aufeinandertreffen.

Irgendwie hat für 96-Coach Mirko Slomka eine Partie am Freitagabend doch noch so etwas wie Bundesliga-Feeling. „Wir sind stolz, gleich zum Auftakt spielen zu dürfen und dann gleich ein Spitzenspiel“, so der Trainer der Roten. Beste Laune kann Slomka versprühen, denn bis auf den langzeitverletzten Timo Hübner und den auf Leihbasis von Schalke 04 verpflichteten Cedric Teuchert steht ihm der gesamte Kader zur Verfügung. Allerdings wird nicht Philipp Tschauner als Ersatzkeeper auf der Bank sitzen. Er befindet sich in Gesprächen mit Bundesligist RB Leipzig, um dorthin zu wechseln. „Tschauner steht vor einem Wechsel. Es macht daher keinen Sinn, ihn mitzunehmen“, sagt Slomka. Michael Esser wird Ersatzkeeper hinter dem gesetzten Rückkehrer Ron-Robert Zieler sein. Für Zieler hat dieses Spiel aufgrund der Tatsache, dass er vom VfB Stuttgart zu den Roten gewechselt ist, naturgemäß eine pikante Note. „Seine Verpflichtung war nicht ganz unumstritten, zumal er damit Esser verdrängt hat, der in der vergangenen Saison einer der zuverlässigsten war. Im 96-Team hat es nach den vielen Abgängen Veränderungen gegeben. Erst tat sich bei den Neuverpflichtungen lange wenig bis nichts, ehe Slomka und der neue 96-Manager Schlaudraff fünf erfahrene Akteure holten, in die beide viel Hoffnungen setzen: Ins Tor kehrte wie erwähnt Zieler zurück, für die Abwehr kamen Marcel Franke (Darmstadt 98) und Sebastian Jung (VfL Wolfsburg). Und im Angriff sollen Marvin Ducksch (Fortuna Düsseldorf, früher Holstein Kiel) und der derzeit verletzte Teuchert den kantigen Hendrik Weydandt unterstützen. Mit diesen Neuverpflichtungen sieht Slomka seine Mannschaft in dieser indes sehr starken Zweiten Liga „konkurrenzfähig“. Jedoch ist Slomka noch auf der Suche nach einem Innenverteidiger. Problem dabei ist: Dieser könnte nur finanziert werden, wenn noch Spieler abgegeben werden können. „Wir haben einen finanziellen Rahmen gesetzt bekommen. Wir müssen erst verkaufen, bevor wir etwas machen können“, sagt Slomka. Dabei hofft der Verein, den Brasilianer Walace noch abgeben zu können – für mindestens fünf Millionen Euro. Auch Jonathas soll verkauft werden. Nach Meinung des 96-Coaches geht seine Mannschaft in das Spiel gegen den VfB Stuttgart „außergewöhnlich gut vorbereitet“. Gleichwohl sind für Slomka die Stuttgarter klarer Aufstiegsfavorit.

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