Hannover bei Turnier in Polen / Heute gegen den AS Monaco

Früher Härtetest für 96

Vorbereitungen der „Roten“ auf die neue Saison laufen auf Hochtouren: Torwarttrainer Jörg Sievers (l.) und Trainer Michael Frontzeck beobachten einen Zweikampf von Co-Trainer Christoph Dabrowski (l.) und Charlison Benschop. Fotos: Kaletta

HANNOVER Zehn Tage nach dem Trainingsauftakt bestreitet Fußball-Bundesligist Hannover 96 an diesem Wochenende seine ersten beiden Testspiele. Und die haben es gleich in sich! Denn beim von der polnischen Lottogesellschaft gesponserten „Lubelskie-Cup“ im Lublin (rund 1000 Kilometer von Hannover entfernt) wartet mit Champions League-Teilnehmer AS Monaco gleich ein Hochkaräter auf die „Roten“.

Gespielt wird am heutigen Sonnabend um 19.15 Uhr, nachdem zuvor im zweiten Halbfinale um 16.15 Uhr Lech Danzig und Schachtjor Donezk (Ukraine) aufeinandertreffen. Die beiden Sieger stehen sich am Sonntag um 17.30 Uhr im Finale gegenüber, die beiden Verlierer spielen bereits um 13.30 Uhr gegeneinander.

Für die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck ist eine Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne – 870 Tage nach dem letzten Europa League-Spiel gegen Anschi Machatschkala am 14. Februar 2013. Ob ein international stark besetztes Team wie Monaco zu früh im Testspielreigen kommt, bleibt abzuwarten. „Das ist nicht unsere Hausnummer“, sagt Frontzeck denn auch zum Premieren-Gegner, zu dem die 96er mit einem Charterflieger aufbrechen.

Feuerwehrmann Frontzeck, der nach der Rettung einen längerfristigen Vertrag erhalten hatte, muss allerdings noch auf seine Nationalspieler verzichten. Ron-Robert Zieler, Hiroki Sakai, Salif Sané steigern erst am kommenden Montag wieder ins Training ein. Hiroshi Kiyotake kann nach seinem Fußbruch als Rekonvaleszent nur eingeschränkt trainieren.

Im Tor steht erstmals statt des noch fehlenden Zieler der 1,96 Meter große Neuzugang Philipp Tschauner (vom FC St. Pauli). Mit dabei sein werden auch Oliver Sorg und Felix Klaus (beide von Bundesliga-Absteiger SC Freiburg) sowie der bisherige Düsseldorfer Charly Benschop. Der Transfer von U 21-Nationalspieler Klaus, der einen Vertrag bis 2019 erhält, war erst am Mittwoch perfekt gemacht worden, 96 zahlt rund drei Millionen Euro. „In der Pipeline“ ist auch noch der Däne Uffe Bech (22), bei dem 96 aber die Ablösesumme auf unter zwei Millionen drücken will. Auch Ex-Verteidiger Konstantin Rausch würde gern zu den „Roten“ zurückkehren; beim VfB Stuttgart steht der frühere Celler auf dem Abstellgleis, der Transfer in Schwabenland geriet für ihn zum Flop.

Und gesucht wird nach wie vor auch noch ein Stürmer. Geld aus dem Acht-Millionen-Transfer von Joselu zu Stocke City ist noch vorhanden. Nach den beiden Spielen in Polen macht 96 dann bis zum nächsten Freitag erstmal Pause. haz/gsd

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